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Spielzeug Muslimische Barbie im Fechterinnen-Outfit kommt auf den Markt

Im kommenden Herbst erscheint erstmals eine Barbie mit Hidschab. Sie wurde in Anlehnung an die amerikanische Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad gefertigt.

Stand: 14.11.2017

Olympische Fechterin Ibtihaj Muhammad hält eine ihr nachempfundene Barbiepuppe in der Hand. | Bild: Reuters (RNSP)

Der US-Spielzeugriese Mattel bringt im kommenden Herbst erstmals eine muslimisch verschleierte Barbie auf den Markt. Mit der Puppe würdigt Mattel die Fechterin Ibtihaj Muhammad, die im vergangenen Jahr als erste US-Sportlerin mit einem Hidschab-Schleier bei den Olympischen Spielen angetreten war. "Ibtihaj inspiriert Mädchen und Frauen allerorten dazu, sich über Grenzen hinwegzusetzen", erklärte Mattel. "Wir hoffen, diese Puppe zeigt Mädchen, dass sie alles sein können", so der Spielehersteller. Der Hidschab bezeichnet des traditionelle islamische Kopftuch. Es bedeckt Haar, Ohren, Hals und Schultern und lässt das Gesicht frei.

Die Fechterin findet die neue Barbie gut

Ibtihaj Muhammad freute sich über die Würdigung. "Ich bin so stolz, dass kleine Mädchen nun überall mit einer Barbie spielen können, die sich entschlossen hat, einen Hidschab zu tragen", erklärte die Olympia-Fechterin. Mattel veröffentlichte ein Foto, das Ibtihaj Muhammad mit der neuen Barbie-Puppe zeigt. Neben dem Hidschab trägt die Puppe ein klassisches Fechterinnen-Outfit. Sie soll im kommenden Jahr in den Handel kommen.

Reaktionen

Manche Nutzer schrieben, sie erwarteten dazu klare Worte von jenen Feministinnen, in der Vergangenheit das unrealistische Körperbild von Barbie kritisiert hatten. Andere sehen in der neuen Puppe einen Schritt für mehr Offenheit. "Das bunte und tolerante Weihnachten kann kommen", schreibt ein Nutzer. Anfang 2016 hatte die Nigerianerin Haneefa Adam mit einer selbst entworfenen "Hijarbie" für Aufsehen gesorgt: Sie nähte muslimische Kleidung für die Puppe, inklusive Hidschab. Sie wolle ein Vorbild für muslimische Mädchen schaffen, erklärte die Bloggerin damals.


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