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Gegenwind für Parteichef Münchner CSU rebelliert gegen Horst Seehofer

In der CSU verliert Parteichef Seehofer immer mehr an Rückhalt. Trotz der Einigung mit der CDU - aber wegen des schlechtens Abschneidens bei der Bundestagswahl - mehren sich die Stimmen für eine Ablösung.

Von: Markus Weber

Stand: 12.10.2017

CSU-Chef Horst Seehofer | Bild: dpa/picture-alliance/Kay Nietfeld

Nach Parteikollegen in der Oberpfalz und in Oberfranken fordert auch der Münchner Bezirksverband einen Neuanfang. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, haben bei einem Treffen acht von neun Kreisverbänden gefordert, dass Seehofer den Platz an der Spitze von CSU und Staatsregierung freimacht.

Kreisverbände geben Seehofer Mitschuld an Wahlschlappe

Offenbar ist die Angst groß, nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr bei der Landtagswahl die nächste Schlappe einzufahren - und die absolute Mehrheit zu verlieren. Die Schuld für die Situation der CSU sehen die Kreisverbände in der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel und Seehofers Zickzackkurs in dieser Frage.

Dobrindt verteidigt Parteichef

Wer für Seehofer an die Spitze der CSU rücken soll, sagt die Münchner CSU nicht. In den vergangenen Wochen war innerhalb der Partei aber immer wieder der Name Markus Söder zu hören. Rückendeckung bekommt Seehofer von CSU-Landesgruppenchef Dobrindt. Er nennt die Rücktrittsforderungen in der "Rheinischen Post" in Teilen unfair und vor allem kontrapoduktiv. Dobrindt verweist auf schwierige Koalitionsverhandlungen in Berlin - mit FDP und Grünen über ein Jamaika-Bündnis - und spricht von einer historischen Situation für die CSU. Der Landesgruppenchef fordert außerdem Seehofers Gegner zu fairer und transparenter Konkurrenz auf.

Und was sagt der Betroffene selbst? Seehofer erklärte wörtlich: "Ich lese zwar jeden Tag, dass ich unter Druck bin, aber ich empfinde es nicht so."


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Kommentare

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Gusti, Donnerstag, 12.Oktober, 19:47 Uhr

29. Ich weiss nicht ob die Bayern sich das wünschen sollen

Die Frage ist kommt etwas Besseres nach? Herr Söder momentan als Nr. 1 gehandelt , ist zwar fleissig und umtriebig aber zu sehr Egomane, das tut einer Partei überhaupt nicht gut. Herr von Guttenberg, geschliffenes Auftreten - ein Blender da ist viel heisse Luft drinnen. Frau Aigner ist eine Sympathieträgern - aber leider zu brav und zu wenig hemdsärmelig. Die Ärmste würde in diesen turbulenten Zeiten mit Pauken und Trompeten untergehen. Ansonsten weit und breit nur farblose Typen ohne Profil. Der Göttersturz will gut überlegt und vorausschauend geplant sein, sonst....

Glyphosat Schmidtla, Donnerstag, 12.Oktober, 14:54 Uhr

28. Götterdämmerung

Es kann nicht sein - Seehofer sollte umgehend zurücktreten. Er ist wie Merkel ein Verwalter des Stillstandes.
Bei Zeiten von mehr Europa, kann nicht Bayern immer wieder eine Extrawurst braten im sogenannten "Frei"staat.
Die CSU an sich ist für mich als Partei sowieso überholt, eine Partei der alten Männer in grauen Anzügen.
Eine Partei die Glyphosat genauso weiterhin erlaubt, wie Nitratbelastung, Maismonokulturen.
Eine Partei die erneuernbare Energieen blockiert und Biogas(Essen zu Energie) für die Bauern weiterhin forciert.
Die Landwirte wählen weiterhin noch CSU. Ich habe auch in der Vergangenheit immer versucht bei heimischen Bauern zu kaufen, man sollte ja auch regional Zusammenhalten. Aber als Dank für meine treuen Regionaleinkäufe wählen die Landwirte immer weiter die CSU und damit auch Glyphosat.
Meine Konsequenz: Ich werde ab sofort nur noch ausländische Produkte kaufen, z. B. irische Butter(soll ja eh bessern sein). Die Bauern soll doch die CSU finanzieren....

  • Antwort von Francesco, Donnerstag, 12.Oktober, 16:15 Uhr

    ...Ich kann Ihre Verärgerung bestens nachvollziehen, aber damit treffen Sie leider die Falschen....

  • Antwort von landfrau, Donnerstag, 12.Oktober, 16:26 Uhr

    @Glyphosat Schmidtla
    Woher wollen Sie denn wissen, wer CSU oder sonst wen wählt ???
    Was hat Herr Seehofer mit Ihrem Einkaufsverhalten zu tun???
    Sie sind wohl etwas wirr in Ihrem Kommentar !
    Es soll auch Landwirte geben, die z.B. Grün wählen - oder meinen Sie nicht ?

Loisel Eberl , Donnerstag, 12.Oktober, 11:21 Uhr

27.

Ich glaube ja dahinter stecken nicht nur egomanische Geltungsgeile innerhalb der CSU oder intrigante Strategen von rechtsextremen Parteien es gibt ja schon seit Jahren immer wieder die Gerüchte das die Bayernpartei auf ihren Moment hofft und jetzt sieht diese sich natürlich gestärkt, die Bayernpartei hat den Vorteil, dass sie eher als Satire angesehen wird und man sie nicht ernstnimmt, daher kann die immer so bisschen fern jeglicher realer Substanz agieren und keiner nimmt die Wahr aber die haben natürlich damals sehr intelligent agiert und haben gezielt den Dobrindt, den C. Schmidt und den Scheuer in die CSU eingeschleust. Man erhoffte sich durch deren intellektuelle Kompetenz, dass die einfach die CSU zersetzen, naja aber da ging der Plan nicht auf viele CSUler denken das sind gute Politiker lol. Es braucht für eine Perspektive der Partei den Horst und den Theodor.

Reinhardt, Donnerstag, 12.Oktober, 11:14 Uhr

26. Zusammenhalt

Gerade in diesen Zeiten braucht es Geschlossenheit und Zusammenhalt aller demokratischer Kräfte und auch innerhalb der CSU. Man sollte sich konstruktiv einbringen und nicht immer den Rücktritt von Personen fordern, damit schwächt man die eigene Position ja eher. Das ist kein gutes Signal und dann ist es mit Risiken verbunden, denn es muss ja talentierte und kompetente Personen geben, die dann diese Aufgaben gut erledigen können. Einfache Personalwechsel sind ja keine Lösung. Man muss durch gute Inhalte und Konzepte aus dieser Phase kommen und wieder an Zustimmung und Stärke gewinnen. Das jetzt einige versuchen innerhalb der Partei unfrieden zu stiften aufgrund eigener Interessen ist egoistisch, destruktiv und zu Lasten der Partei. Es braucht eine tragfähige zukunftsorientierte Politik für Bayern, dass ist die Aufgabe. Vieles ist derzeit in Bayern schon gut, jetzt gilt es weitere Potenziale zu entwickeln und die Demokratie zu schützen. Auch die Landschaft und Natur muss geschützt werden

Weisswurst, Donnerstag, 12.Oktober, 11:07 Uhr

25. Fragwürdiges Aufbegehren

In der Tat, ist das Ergebnis der CSU in Bayern keine erfreuliches und sicherlich zugleich ein Beleg dafür, dass man Fehler gemacht hat, hier muss man aber bedenken, dass hier viele Einflüsse aus dem Bundesgebiet bzw. aus Berlin hier prägend waren. Wenn man sich ganz objektiv ohne Parteifilter die Lage in Bayern ansieht, dann gibt es natürlich Personengruppen die Benachteilligt sind bzw. einige Themengebiete wo es eine bessere Politik braucht, aber insgesamt geht es den Bürgern eigentlich recht gut, das Wohlstandsniveau ist hoch, die Sicherheit und das Bildungsniveau auch innerhalb Deutschlands mit am besten. Man fragt sich da schon wieso und gegen was da viele Protestwähler eigentlich abstimmten, dass lässt sich ja dann eig fast nur auf ein Thema reduzieren, dass von eher weniger demokratischen Kräften gezielt insrumentalisiert wurde und auch wird. Sicherlich hat der Horst auch eine Mitverantwortung aber er hat viel für Bayern getan, und etwas Loyalität wäre angebracht.

  • Antwort von Mei liaba, Donnerstag, 12.Oktober, 12:12 Uhr

    @Weisswurst: Ich denke, dass Ihre Argumentation zu kurz greift. Oberflächlich betrachtet mögen Sie recht haben, mit einer allgemeinen privilegierten Situation Bayerns ggü. anderen Bundesländern.
    Aber auch hier grummelt es unter der Oberfläche, Globalisierung und damit verbundene soziale, wirtschaftliche und evtl. kulturelle (Abstiegs-)Ängste machen auch vor dem Hort der Seligen, nicht halt.
    Gewaltige gesellschaftl.Umwälzungen wie Industrie 4.0, oder Digitalisierung werden bis jetzt von der herrschenden Politik großzügig ausgespart, aber viele Menschen haben vielleicht jetzt schon mitunter nicht nur angenehme Vorahnungen.
    Bisher hat das Politestablishment diese Sorgen nicht ausreichend anerkannt, und versucht das Ganze ausschließlich auf die Flüchtlingsproblematik zu verengen, wie Ihr Kommentar zeigt.. Scheint aber nicht mehr so sehr zu verfangen..
    Deswegen wählen ja nicht nur die sog. "sozial Abgehängten" sondern auch ganz andere gesellschaftl. Gruppen bsp.sweise die AfD..

  • Antwort von Sie Liaba, Donnerstag, 12.Oktober, 13:47 Uhr

    Naja mir ist das schon bewusst, dass die Politik nicht frei von Fehlern ist und das es auch in bayern Problembereiche gibt, dass habe ich ja auch aufgegriffen. Die Digitialisierung ist ein Thema, dass die etablierten Parteien, wie sie sie nennen, schon mittlerweile aufgreifen und in den Ministerien gibt es auch zunehmend Inititativen und Projekte in diesen Bereichen, was soweit gut ist, nur ist es halt schweirig immer das Ziel einer Vollbeschäftigung zu propagieren, die eigentlich in der Zukunft gar nicht zu erreichen sein dürften, generell wird man das Arbeits und Sozialsystem komplett neu denken müssen, denn der Arbeitsbedarf wird stark abnehmen. Die neue Partei im Bundestag lebt mental eher im Kaiserreich mindestens ich glaube die haben zu dem Thema überhaupt keine Vorstellungen ich glaube die sagen auch das Internet gibts gar nicht lol. Fehlerfreie Politik gibt es nicht aber in Bayern wurde viel erreicht.