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Nach gefälschter "AZ"-Schlagzeile AfD ganz kleinlaut

Im Streit um eine manipulierte Schlagzeile der Münchner "Abendzeitung" hat die Nürnberger AfD offenbar klein beigegeben. Wie die "AZ" berichtet, hat die Partei eine Unterlassungserklärung abgegeben. Der AfD wurde vorgeworfen, eine Schlagzeile gefälscht zu haben.

Stand: 11.03.2016

Original und Fälschung der AZ-Schlagzeile | Bild: Abendzeitung/facebook

Im Streit zwischen "AZ" und AfD ging es um einen Artikel über einen geplanten Anschlag auf eine Unterkunft für Asylbewerber. Die Partei hatte aus dem Originaltext "Jugendliche wollten Flüchtlingsheim in Brand stecken" bei Facebook die Überschrift "Polizei erwischt Linksextreme bei Brandstiftung in Asylbewerberheim!" gemacht.

Wie der stellvertretende "AZ"-Chefredakteur Timo Lokoschat jetzt erklärte, habe sich die rechtspopulistische Partei mit der Unterzeichnung der Unterlassungserklärung verpflichtet, den manipulierten Beitrag nicht mehr weiterzuverbreiten. Die AfD dürfe nicht weiter den Eindruck erwecken, "dass in unserem Artikel Linksextreme als Täter des versuchten Brandanschlags identifiziert werden", so Lokoschat. Dies sei nämlich nicht der Fall.

"Es ist völlig unerheblich, welchen politischen Hintergrund die Jugendlichen im betreffenden Fall haben mögen. WIR machen unsere Überschriften, nicht die AfD! Wir ändern schließlich auch nicht die Wahlplakate der Partei."

Stellungnahme der 'Abendzeitung'

Streit auch mit "Bragida"

Fälschung der AfD bei Facebook

Die "Abendzeitung" machte deutlich, sie wolle es sich nicht gefallen lassen, "dass unsere Beiträge aus ideologischen Motiven manipuliert werden". Im Notfall werde man "wieder juristische Schritte einleiten", so Lokoschat. Juristisch geht die "AZ" wegen derselben Manipulation - ebenfalls gepostet bei Facebook - derzeit auch gegen den Braunschweiger Pegida-Ableger "Bragida" vor. Unter dem manipulierten AfD-Beitrag bei Facebook hatten sich in den vergangenen Tagen empörte Kommentare gehäuft. Einer davon: "Wie war das mit der "Lügenpresse!?" oder "Lügenpresse selbstgemacht".

AfD-Homepage vermutlich gehackt

Kurz vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern haben Unbekannte die Internetseite der AfD lahmgelegt. Seit kurz vor 14 Uhr war die Seite nicht mehr erreichbar. Eine Parteisprecherin erklärte, man könne auch keine E-Mails mehr empfangen oder verschicken. Das sei wegen der Wahlen am Sonntag in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt besonders ärgerlich. Die Alternative für Deutschland geht von einem politisch motivierten Hackerangriff aus und hat die Polizei eingeschaltet. Mittlerweile ist die Seite wieder zu erreichen. Dort steht allerdings, dass man mit weiteren Attacken auf die Website rechnen müsse.


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Oh my God, Samstag, 12.März, 07:10 Uhr

4. Oh my God....

...laß etwas Weisheit regnen - kann man so entsetzlich dumm sein? Braun bekommt eine völlig neue Bedeutung.

No comment!

ABSCHREIBER, Samstag, 12.März, 05:06 Uhr

3. Lügenpartei zu blöd zum Abschreiben?

Die sollen Politik in Deutschland machen?

Macht endlich Integrationskurse für minderbegabte AfD Pegiden, die haben es viel nötiger.

  • Antwort von Frohniplack, Samstag, 12.März, 07:12 Uhr

    Ein Fall für Vroniplag? ;-)

A. Springer, Freitag, 11.März, 18:42 Uhr

2. Putinmethoden

Ach ja,
LUEGENPRESSE
sind immer die
anderern, diese Boesen.

Bernhard, Freitag, 11.März, 18:33 Uhr

1. Danke

Damit hat man ein Stichwort mehr, der AFD und deren Bewunderer den Spiegel vorzuhalten.