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München Muslime sagen Freitagsgebet am Marienplatz ab

Den Muslimen in München fehlen die Gebetsräume - auf dem Münchner Marienplatz wollten Muslime deshalb heute von 13 bis 14 Uhr auf dieses Problem aufmerksam machen. Doch nun haben die Muslime die Aktion abgesagt. Der Initiator verweist auf Sicherheitsgefahren seitens rechter Gegendemonstranten.

Von: Daniel Knopp, Florian Haas

Stand: 19.05.2017

Betende Muslime | Bild: picture-alliance/dpa

Der Initator des geplanten Freitags-Protests, Massi Popal, schreibt auf seiner Facebook-Seite, die Aktion hätte auch Populisten und rechte Gruppen auf den Plan gerufen. Diesen wolle man keine Bühne, keine Aufmerksamkeit schenken. Darauf habe man sich nach Absprache mit den vielen aktiv Beteiligten geeinigt, die sich seit Jahren ehrenamtlich für die Belange der Muslime und Münchner einsetzen.

Kirchenraum statt Marienplatz

Es bestehe nicht nur Gefahr für Leib und Leben der betenden Muslime, so Popal weiter - sondern gefährde auch die Absicht aller Muslime, die sich zum Freitagsgebet auf dem Marienplatz treffen wollten: Es sei Absicht gewesen, „ohne Schuldzuweisungen in irgendeine Richtung, lediglich friedlich auf einen Missstand hinzuweisen und die Stadtvertreter darauf aufmerksam zu machen“. Dieses Ziel hätten die Muslime inzwischen erreicht. Gespräche seien anvisiert. Die Muslime dürfen sich nun nach der Marienplatz-Absage in einem von einer Kirche zur Verfügung gestellten Raum treffen. Der "Münchner Merkur" hatte als erstes über den Facebook-Post Popals berichtet. Das Kreisverwaltungsreferat hat die Absage inzwischen bestätigt.

Flüchtlingszustrom mitverantwortlich für Platzproblem

Mehr als 100.000 Muslime leben in München, genaue Zahlen gibt es nicht. Sicher ist jedoch: Durch den Flüchtlingszustrom der vergangenen Jahre ist die Anzahl der Muslime in München merkbar gestiegen. So auch die Erfahrung der Moscheevereine, deren Gebete, vor allem am Freitag, immer mehr Gläubige aufsuchen.

In der Münchner Innenstadt führt dies schon länger zu Platzproblemen. Zahlreiche Moscheen waren in den letzten Monaten regelmäßig überfüllt. Nicht zuletzt aus Brandschutzgründen mussten mittlerweile mehrere Moscheen schließen und haben so den Mangel an Gebetsräumen noch verstärkt. Das Freitagsgebet der Münchner Muslime sollte deswegen heute in aller Öffentlichkeit auf dem Marienplatz stattfinden. Etwa 200 Teilnehmer hatten sich angemeldet.


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Ferdinand Weber, Freitag, 19.Mai, 15:27 Uhr

44. Staat und Religion trennen

Staat und Religion gehört getrennt. Es wird höchste Zeit, dass die Finanzierung von Relgionsgemeinschaften durch Steuergelder aufhört. Egal ob katholisch, evangelisch oder moslemisch. Religionsgemeinschaften sollen die nötigen Mittel selbst aufbringen.

  • Antwort von Da Bäda, Freitag, 19.Mai, 16:10 Uhr

    Bin bei Ihnen. Hätte kein Problem damit, einen "Mitgliedsbeitrag" direkt an die Kirche zu zahlen, statt erst Kirchensteuer ans Finanzamt.

  • Antwort von Wolf, Freitag, 19.Mai, 16:21 Uhr

    Tun sie doch,sie zahlen nur Kirchensteuer wenn sie Mitglied sind. Und Moslems Spenden einen Teil ihres Einkommens,ist eine der 5Säulen des Islam,ist halt freiwillig und wird nicht staatlich kontrolliert,sind vielleicht steuerehrlicher,die Muslime ;-)

Elfriede , Freitag, 19.Mai, 14:37 Uhr

43.

Auf dem Bild waren nur Männer zu sehen, dürfen die Frauen nicht beten ?

  • Antwort von Uwe, Freitag, 19.Mai, 15:28 Uhr

    Natürlich beten auch die Frauen, aber nicht zusammen mit den Männern. Das ist so ähnlich wie bei uns die Stammtische. Da sind Frauen und Männer auch getrennt.

  • Antwort von Sonja R.S., Freitag, 19.Mai, 16:05 Uhr

    Die Trennung gab es auch bei uns in der Kirche, dass ist noch gar
    nicht lange her.

Otto, Freitag, 19.Mai, 14:11 Uhr

42. Warum nicht selbst eine Moschee bauen!

Warum bauen und finanzieren sich die Muslime nicht selbst eine Moschee in München, wenn sie so darauf erpicht sind und nur in einer Moschee beten können. Es gibt in D und sicher auch in München reiche Muslime, die könnten doch so eine Moschee finanzieren. Warum sollen denn die ihren Augen Ungläubigen herhalten.

  • Antwort von Uwe, Freitag, 19.Mai, 15:33 Uhr

    Es geht nicht ums können, sondern ums dürfen. Sobald man eine Moschee bauen will, gibt es zig Einsprüche und bis man eine Baugenehmigung bekommt friert die Hölle zu. Ich versteh gar nicht, wieso Ihnen das nicht klar ist. Ihren Kommentar könnte man glatt als zynisch bezeichnen.

  • Antwort von Wolfgang, Freitag, 19.Mai, 18:23 Uhr

    Einsprüche, na und?

    Grundstück im dafür rechtlich ggeignetem Gelände kaufen, Bauantrag entsprechend des Flächenutzungsplan und der Bauordnung abgeben, keine Abweichungen beantragen, Widerspruch ist dann zwecklos und es muß wird auch zügig genehmigt werden.

    Versammlungstätte, Flúchtwege, Personenzahl, KFZ-Abstellplätze entsprechend der Bauordnung und gut ist.

    Wen die Planvorgaben erfüllt werden dannbesteht Anspruch auf die Baugenehmigung, egal was Nachbarn eventuell meckern.

Wanda, Freitag, 19.Mai, 13:59 Uhr

41. Initiative

Eine Gelegenheit verpasst: das wäre doch endlich ein schönes Beispiel für religiöses Miteinander und Multikulti gewesen: das Freitagsgebet der Muslime am Feiertag der "Patrona Bavariae" und die Trachtenvereinabordnungen gemeinsam auf dem Marienplatz...

  • Antwort von Leo Bronstein, Freitag, 19.Mai, 14:41 Uhr

    @ Wanda
    >Eine Gelegenheit verpasst: das wäre doch endlich ein schönes Beispiel für religiöses Miteinander und Multikulti gewesen: das Freitagsgebet der Muslime am Feiertag der "Patrona Bavariae" und die Trachtenvereinabordnungen gemeinsam auf dem Marienplatz...<

    .
    Weisen denn die beiden Religionen Parallelen auf?

    War Jesus, oder wird es ihm zugeschrieben, so wie Mohamed dafür verantwortlich, dass ca. 600 bis 900 Menschen getötet wurden?
    Sure 33, Verse 26-27
    Gibt es Passagen im Neuen Testament, bekanntlich beziehen sich Christen auf das NT und nicht auf das AT, in denen dazu aufgerufen wird Menschen zu töten?
    Beschränkt sich die Göttlichkeit Jesus auf das Töten von Menschen?
    Hat Jesus die Durchführung von Todesstrafen befürwortet?
    Johannes 7,53-8,11
    ...

H.E., Freitag, 19.Mai, 13:50 Uhr

40. @35 Barbara

Sehr gut mit der Hagia Sophia!
Meine Freundin, die in der Flüchtlingsbetreuung tätig ist und die ich relativ selten sehe, weil ich weggezogen bin, erzählte mir vor kurzem bei einem Besuch. daß sie sehr viele Christen aus dem Iran hätten, die mit dem Tode wegen ihres Glaubens dort bedroht wurden und in anderen muslimischen Ländern wird es nicht besser sein..
So sieht es in islamischen Ländern nämlich aus und in D fordern die Muslime alle Rechte. Deutschland ist ein christlich- jüdisch geprägtes Land und hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Islam zu tun. Der Islam gehört absolut nicht zu D, auch wenn dies Wulff, Merkel und Gauck meinten.

  • Antwort von Bärbl, Freitag, 19.Mai, 14:51 Uhr

    Sie haben genau den Nagel auf den Kopf getroffen; sie sprechen mir aus dem Herzen!

  • Antwort von Uwe, Freitag, 19.Mai, 15:44 Uhr

    In erster Linie werden Muslime von Christen bedroht, nicht umgekehrt. Siehe Deutschland. Da brennen fast jede Woche Flüchtlingsheime mit Muslimen. Das nennt sich versuchter Mord. Die Moslems haben z.B. 500 Jahre in Spanien regiert. Mit voller Religionsfreiheit. Und in den meisten heutigen muslimischen Staaten (es gibt tatsächlich mehr als nur den Iran) gilt das auch.
    Christlich-jüdisch geprägt. Was dümmeres habe ich selten gehört. Christentum, Judentum und Islam können Sie nicht trennen. Die 3 gehören zusammen. Die Bibeln sind identisch. Die Hauptdarsteller und Propheten darin ebenso. Und der angebetete Gott ist auch der selbe.

  • Antwort von Sonja R.S., Freitag, 19.Mai, 16:24 Uhr

    H.E.
    Warum beklagen sie, dass es Christen in muslimischen Länderm schlecht geht
    und gleichzeizig fordern sie dies umgekehrt ?
    Muslime, die hier leben haben die gleichen Rechte wie wir Deutschen.