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Drama in Düsseldorf Mordkommission ermittelt: Toter Säugling Opfer eines Schütteltraumas?

Ein acht Monate alter Säugling ist in Düsseldorf gestorben. Die Mutter hatte die Rettungskräfte gerufen, allerdings vergeblich. Die Obduktion des Babys ergab Hinweise auf ein Schütteltrauma. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Fremdverschulden.

Stand: 06.11.2017

Babyhand | Bild: picture-alliance/dpa

Drama in Düsseldorf. Ein acht Montae altes Baby ist im Stadtteil Wersten in Düsseldorf gestorben. Die Mutter hatte den Notarzt gerufen, nachdem der Säugling bewusstlos geworden war. Der Arzt konnte allerdings nur noch den Tod feststellen. Eine Todesursache war nicht ersichtlich.

Daraufhin wurde eine Obduktion veranlasst, die als Todesursache auf ein Schütteltrauma hingewiesen hat, so Staatsanwalt Matthias Ridder im Gespräch mit DER WESTEN. Das Kind sei nach aktuellen Erkenntnissen an Fremdverschulden gestorben.

Schütteltrauma - warum es so gefährlich ist

Jährlich werden 100 bis 200 Babys und Kleinkinder mit einem Schütteltrauma in deutsche Kliniken gebracht. Mehr als die Hälfte von ihnen bleibt ein Leben lang schwer behindert, jedes dritte Kind stirbt. Warum ist Schütteln so gefährlich? Der Säugling verfügt noch über keine starke Nackenmuskulatur und hat im Vergleich zum Körper einen sehr großen Kopf. Einem starken Schütteln kann der Säugling also nichts entgegensetzen. Das Gehirn prallt ungeschützt gegen die Schädelknochen und kann schwerste Blutungen auslösen. Auch die sogenannte Markscheide, die die Nerven umhüllt, ist noch nicht vollständig ausgebildet - auch dadurch ist das Gehirn eines Babys wesentlich verletzbarer.


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