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Koffer von Zirndorf Noch immer keine Spur der Täter

Der Koffer von zwei abgelehnten Asylbewerbern hat am 27. Juli in unmittelbarer Nähe der Zirndorfer Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf gebrannt. Die Polizei konnte nun die Identidät der beiden Rumänen feststellen.

Stand: 22.08.2016

Ein brennender Koffer hat in Zirndorf für Aufregung gesorgt | Bild: Bayerischer Rundfunk

Knapp vier Wochen nach dem Polizeieinsatz wegen eines brennenden Koffers in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft fehlt von den Besitzern des Gepäckstücks weiter jede Spur.

Antrag auf Asyl wurde abgelehnt

Die Frau und der Mann aus Rumänien hatten vor dem Vorfall in der Unterkunft um Asyl gebeten, waren jedoch aufgrund ihrer Herkunft aus einem EU-Land abgewiesen worden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Kurz danach hatte es einen Knall gegeben, als wenige hundert Meter von der Unterkunft entfernt eine Spraydose in einem Koffer der beiden explodierte. Um herauszufinden, wie es zu der Explosion kam, müssten die beiden zunächst befragt werden, so die Polizei. Doch die Ermittler wissen nicht, wo die Frau und der Mann derzeit sind. Es bestehe kein Haftbefehl gegen die Rumänen, doch man versuche weiterhin, ihren Aufenthaltsort herauszufinden.

Rumänien ist sicherer Herkunftsstaat

Bei den zwei Rumänen handelt es sich um eine 25-jährige Frau und einen 30-jährigen Mann. Der brennende Koffer hat im Juli einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Verletzt wurde damals niemand. Das Erstaufnahmelager in Zirndorf hat den Asylantrag der zwei Personen abgelehnt, da sie aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten stammen. Darunter versteht der Gesetzgeber Länder, von denen die deutsche Regierung annimmt, dass dort keine politische Verfolgung stattfindet. Derzeit gelten als sichere Herkunftsstaaten unter anderem die Länder der Europäischen Union und damit auch Rumänien.


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