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Landgericht Nürnberg-Fürth Zigaretten aus Zügen gestohlen

Am Landgericht Nürnberg-Fürth hat der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied einer Diebesbande begonnen. Der 35-Jährige soll mit Komplizen mindestens drei Millionen Zigaretten aus Güterzügen gestohlen haben.

Von: Andreas Schuster

Stand: 15.07.2016

Landgericht Nürnberg-Fürth | Bild: picture-alliance/dpa

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben die erbeuteten Zigaretten einen Wert von insgesamt 730.000 Euro. Laut den Ermittlungen hatten die Mitglieder der Bande die Güterzüge für die Raubzüge teils mit GPS-Sendern ausgestattet, um später unbemerkt zusteigen zu können.

Zigaretten aus dem Zug geworfen

Außerdem sollen sie sich mit Spanngurten unter den Zügen festgezurrt haben, um dann während der Fahrt in die Waggons zu gelangen. Dann hätten sie die Zigaretten während der Fahrt aus dem fahrenden Zug geworfen und mit einem Transporter wieder eingesammelt.

Palettenweise Beute geschnappt

So habe die Bande zwischen Würzburg und Nürnberg etwa eine ganze Palette mit Zigaretten aus dem Zug geworfen, bei Nürnberg weitere 172 Kartons und auf dem Weg nach München noch einmal 30 Pakete. Die Diebesbande hatte sich dabei offenbar auf Güterzüge spezialisiert, die aus den Niederlanden nach Italien fuhren.

Urteil am 1. August

Durch den Weiterverkauf der Zigaretten entstand laut Anklage zudem ein steuerlicher Schaden von über 430.000 Euro. Der 35-Jährige muss sich deshalb unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls mit Steuerhinterziehung verantworten. Das Urteil in dem Prozess wird am 1. August erwartet.

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