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Urteil in Ansbach Bombendroher von Wolframs-Eschenbach muss in Haft

Weil er damit gedroht hatte, in einer Kita und einem Altersheim in Wolframs-Eschenbach eine Bombe zu zünden, muss ein 29-Jähriger ins Gefängnis. Das Amtsgericht Ansbach verurteilte ihn zu zwei Jahren ohne Bewährung.

Von: Claudia Mrosek & Christian Schiele

Stand: 01.12.2016

Angeklagter im Prozess um Bombendrohung in Wolframs-Eschenbach | Bild: Michael Franz/BR-Studio Franken

Das Amtsgericht Ansbach verurteilte den Mann wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Störung des öffentlichen Friedens. Der 29-Jährige habe die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft – Kinder und Alte – in Schrecken versetzt, begründete das Gericht sein Urteil. Außerdem habe er Flüchtlinge in Verruf bringen wollen. Er habe sich bei seinen Bombendrohungen mit verstellter Stimme gemeldet und eine Geldübergabe an einem Flüchtlingsheim gefordert.

Motiv bleibt offen

Warum der Mann mit den beiden Bomben gedroht hatte, blieb bis zum Schluss offen. Am ersten Verhandlungstag hatte der Mann aber angegeben, er sei wütend gewesen, weil sich die Erzieherinnen der Kindertagesstätte aus seiner Sicht nicht genügend um seinen verletzten Sohn gekümmert hätten. Dieser hatte sich beim Fußballspielen in der Kita einen Bruch zugezogen und war danach auf einen Rollstuhl angewiesen.

Der 29-Jährige hatte Ende Januar an zwei aufeinanderfolgenden Tagen damit gedroht, eine Bombe zu zünden. Die erste Drohung galt einer Kindertagesstätte in Wolframs-Eschenbach. Im zweiten Fall sei die Drohung mit der Forderung von einer halben Million Euro verbunden gewesen. Die Bombendrohung galt hier einem benachbarten Altenheim.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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