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Familientragödie am Wilden Kaiser Vater und Sohn aus Mittelfranken abgestürzt

Die Opfer einer Familientragödie in der Tiroler Gebirgsregion Wilder Kaiser stammen aus Thalmässing in Mittelfranken. Vater und Sohn sind am Samstag bei einer Skitour 200 Meter tief in den Tod gestürzt.

Stand: 20.03.2016

Blick auf das verschneite Naturschutzgebiet Wilder Kaiser unweit von Ellmau in Österreich, aufgenommen am 07.01.2008 | Bild: picture-alliance/dpa/Patrick Pleul

Es sollte eine Skitour bei strahlendem Wetter vor malerischer Alpenkulisse werden. Doch die Abfahrt aus mehr als 2.000 Metern Höhe wurde zum tödlichen Drama: Ein Vater und sein Sohn stürzten bei einer Skitour 200 Meter tief in den Tod, wie die österreichische Alpinpolizei mitteilte. Die beiden stammen aus Thalmässing im mittelfränkischen Landkreis Roth.

Ein Bekannter, der mit den beiden Sportlern unterwegs war, konnte dem Absturz der 53 und 22 Jahre alten Männer nur tatenlos zusehen. Das Trio war am Samstagmorgen (19.03.16) bei sonnigem Wetter von der Griesneralm (Bezirk Kitzbühel) zur Goinger Scharte auf 2.080 Meter aufgestiegen. Von dort fuhren die Skitourengeher gegen 9.30 Uhr talwärts, als der 22-Jährige strauchelte und in eine tiefe Felsrinne fiel.

Vater will Sohn retten und stürzt ebenfalls ab

Der Vater stürzte laut Polizeiangaben bei dem Versuch ab, seinem Sohn zur Hilfe zu eilen. Dem dritten Skisportler gelang es zwar, zu den Verunglückten abzufahren und Alarm zu schlagen. Doch die Rettungsmannschaften konnten die abgestürzten Tourengeher nur noch tot bergen. Ihre Leichen wurden mit einem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.


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chr ru, Montag, 21.März, 20:57 Uhr

2. Waghalsige Abfahrt

Dieser Unfall ist eine schlimme Tragödie, und sie sollte bei jedem Sporter mit ähnlichen Unternehmungen zu einer Sensibilisierung in Bezug auf das Risiko, das man bereit ist einzugehen, führen. Dabei würde eine etwas detailliertere Berichterstattung helfen. Was in diesen Berichten nicht richtig klar wird ist die offenbar waghalsig gewählte Abfahrtsvariante: das Trio ist ist offenbar in Richtung Ellmauer Tor abgefahren und nicht wieder in das Griesener Kar durch welches es aufgestiegen ist. Eine Abfahrt in diese Richtung ist mit vollkommen anderen Risiken verbunden, als eine Abfahrt durch das Griesener Kar. Und wenn die Bedingungen so waren, dass die Sporter die Rinne nicht abfahren konnten ("Er soll mehr abgerutscht als abgefahren sein, weil es ihm offenbar zu steil war.", http://kurier.at/chronik/oesterreich/skitour-endete-fuer-vater-und-sohn-toedlich/188.074.132), dann haben sich die zu bedauernden Sporter überschätzt. Mitgefühl den Angehörigen.

hofbeck marianne, Montag, 21.März, 10:21 Uhr

1. Schrecklicher Skiunfall

Mein Mann und ich sind zutiefst über dieses Unglück bestürzt! Wir hatten geschäftlich mit der Familie zu tun ,waren stets zufrieden mit der Dienstleistung. Da wir in der Gegend wohnen, macht einem der tragische Todesfall sehr zu schaffen! Wir wünschen der Familie viel Kraft und Gottes Segen.