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Polizei Erlangen Erneut illegaler Welpentransport gestoppt

Die Erlanger Polizei hat wieder einen illegalen Welpentransport gestoppt. Der Tierschutzverein Nürnberg-Fürth teilte mit, dass fünf junge Hunde beschlagnahmt wurden.

Von: Oliver Tubenauer

Stand: 27.06.2016

Die Hunde waren seit Freitagmittag (24.06.16) in eine Transportbox gequetscht und ohne Futter und Wasser aus Rumänien unterwegs. In der Nacht zum Samstag (25.06.16) stoppte die Polizei den Transport.

Gefälschte Impfpässe

Alle Tiere seien viel zu jung, nämlich zwischen vier und acht Wochen alt gewesen. Zum Teil waren sie sogar noch zahnlos und ohne gültige Tollwutimpfung, so der Tierschutzverein Nürnberg-Fürth. Welpen aus Ländern wie Rumänien müssen zur Einfuhr nach Deutschland im Alter von zwölf Wochen gegen Tollwut geimpft werden und dürfen erst drei Wochen später nach Deutschland eingeführt werden.

Den beschlagnahmten Hunden, nach Angaben in den gefälschten Impfpässen sind es Bichon Frisé-Welpen, gehe es den Umständen entsprechend gut, teilt der Tierschutzverein mit. Allerdings stehen entsprechende Laborergebnisse noch aus.

Illegale Transporte boomen

Derzeit befinden sich die Tiere im Nürnberger Tierheim. Sie können aber derzeit noch nicht an Interessenten vermittelt werden.

Immer wieder stoppt die Polizei illegale Hundetransporte. Im Februar etwa kamen über 30 befreite Welpen ins Nürnberger Tierheim. 100.000 Welpen sollen jedes Jahr illegal aus Osteuropa zu uns gelangen, so eine Schätzung der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten“ aus dem Jahr 2014. Die Käufer schauen nur auf den billigen Preis, vor allem im Internet.


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Gerhard, Montag, 27.Juni, 22:01 Uhr

3. Die ALDI u.Lidl Generation

solang Tiere eine Handelsware sind wird sich nichts ändern.
Bitte liebe Hundekäufer schaut erst einmal beim VDH auf der webside vorbei und informiert euch.
Ein sozialisierter Welpe kosten eben seinen Preis.
Es gibt Bücher um sich zu informieren, bitte machen sie das.
Hunde werden als Wurfmaschinen mißbraucht und im Anschlüß entsorgt.

Geli, Montag, 27.Juni, 14:25 Uhr

2.

Ich habe einen deutschen Spitz alsFamilienhund das ist zwar auch ein Rassehund aber ohne Papiere und aus einer Hobbyzucht. Da konnte ich das Muttertier sehen und auch streicheln und die Halterfamilie hat sich nur schwer von den Welpen trennnen können und waren froh über jeden guten Platz für Ihren Liebling.

Deshalb würde ich niemals einen Billighund kaufen.

  • Antwort von stefan, Montag, 27.Juni, 18:23 Uhr

    Leider denken nicht alle so wie Sie. "Billig" ist immer die Devise. Dass ein Hundehalter (auch von Nicht-Rassehunden) erst mal ziemlich hohe Kosten hat, bis er einen Welpen abgeben kann (Futter, Tierarzt, Impfungen) und daher ein Hund nicht für 50 Euro zu haben sein kann, scheinen die Leute nicht zu begreifen.
    Stattdessen nehmen sie Tiere, ohne zu wissen, ob diese gesund sind und ob die notwendigen Impfungen vorgenommen wurden. Vermutlich handeln sie dann so wie bei einem billigen Smartphone - wenn "kaputt", dann wird es weggeworfen... :-(

Miranda, Montag, 27.Juni, 11:39 Uhr

1. Solche und solche Tiere

Mit tun die Welpen zwar leid, aber wie unterschiedlich das Tierschutzgesetz auf verschieden Tierarten angewendet wird, finde ich befremdlich - Hundewelpen werden beschlagnahmt und im Tierheim aufgepäppelt, Küken dürfen weiterhin zerhackt werden, Wildtiere werden im Zirkus laut Amtstierärztin artgerecht gehalten und Stadttaubenpopulationen werden durch Verhungernlassen anstatt durch sinnvolle Konzepte verringert. - Gut, wenn Tier da als Hundewelpe geboren wird...

  • Antwort von stefan, Montag, 27.Juni, 18:17 Uhr

    Das mit dem "Verhungernlassen der Stadttauben" meinen Sie aber nicht wirklich ernst, oder? Oder denken Sie, dass die Tauben verhungern, wenn Städte ihre Mast durch angebliche Tierschützer verbieten?
    Wenn Sie sich mit Biologie beschäftigt hätten, wüssten Sie, dass sich die Populationen an das Nahrungsangebot anpassen. Gibt es weniger Nahrung, gibt es auch weniger Nachkommen. Stadttauben finden aber immer mehr als genug Nahrung.
    Ich habe noch in keiner Stadt der Welt Tauben gesehen, die so aussahen, als würden sie zu wenig zu fressen bekommen. Eher im Gegenteil. Vergleichen Sie mal eine Stadttaube mit einer wildlebenden. Erstere sind da die reinen Masttiere.