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Warnstreik in Nürnberg Bankangestellte fordern mehr Geld

Etwa 300 nordbayerische Bankangestellte haben vor der Lorenzkirche in Nürnberg für eine Lohnerhöhung demonstriert. Derzeit laufen die Tarifverhandlungen für das private und öffentliche Bankgewerbe.

Stand: 08.07.2016

Die Teilnehmer der Kundgebung forderten 4,9 Prozent mehr Gehalt. "Wir sind keine Nullnummern", stand auf den Plakaten. Im Konflikt um den Tarifvertrag des privaten und öffentlichen Bankgewerbes hat die Gewerkschaft Verdi erneut bundesweit zu Streiks aufgerufen. Derzeit laufen die Tarifverhandlungen für die deutschlandweit 230.000 Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bankgewerbe. Ziel ist es, den Druck vor der vierten Verhandlungsrunde am 12.06.16 zu erhöhen, nachdem die dritte Sitzung im Juni ohne Ergebnis vertagt wurde.

Neues Angebot von Arbeitgebern verlangt

Laut Verdi hat die Arbeitgeberseite trotz einer ersten Streikwelle nur ein Angebot vorgelegt, dass über eine Laufzeit von 36 Monaten gerade einmal einer Erhöhung von 0,85 Prozent entspricht und wurde von Verdi als "Mogelpackung" zurückgewiesen. Im vergangenen Halbjahr hatten sich zahlreiche Branchen eine tarifvertragliche Gehalterhöhung gesichert. Beschäftigte der privaten und öffentlichen Banken dürften von dieser generellen Entwicklung nicht abgekoppelt werden, erklärte Christoph Meister, Verdi-Bundesvorstandsmitglied. Er forderte die Arbeitgeber auf, das Angebot deutlich zu erhöhen.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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