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Studie zu Wiedereröffnung Nürnberger Volksbad könnte wiederbelebt werden

Die Bausubstanz des Nürnberger Volksbades ist auch nach Jahren des Leerstands noch so gut, dass es wieder als Schwimmbad instand gesetzt werden könnte. Das ist die Grundbotschaft einer Machbarkeitsstudie.

Stand: 17.02.2016

Nürnberger Volksbad | Bild: picture-alliance/dpa

Für Sanierung und Umbau müssen der Studie zufolge knapp 50 Millionen Euro einkalkuliert werden. Entsprechende Finanzierungsgespräche sollen nun starten, sagte Bürgermeister Christian Vogel (SPD). Beteiligen sollen sich daran der Freistaat Bayern und der Bund. Aber auch die Bürger sollten gegebenenfalls mit in die Pflicht genommen werden, etwa durch eine Bürgerbeteiligung, sagte Vogel dem Bayerischen Rundfunk:

"Angenommen, wir finden 10.000 Bürgerinnen und Bürger, die jeder eine Fliese im Wert von 500 Euro kaufen, dann ist das durchaus eine Größenordnung, die ich mir auch als Bürgerbeteiligung vorstelle."

Christian Vogel (SPD), Bürgermeister von Nürnberg

Bis Ende des Jahres soll feststehen, ob im historischen Nürnberger Volksbad jemals wieder gebadet werden kann. Noch in diesem Jahr müsste dann die Stadt über die weitere Nutzung entscheiden, so Vogel. Und wenn es keine neue Nutzung als Bad gebe, müsse auch das klar kommuniziert werden.

Sanierung kostet Millionen

Immer wieder gab es Versuche, die inzwischen bröckelnde Jugendstil-Schönheit wieder zu eröffnen. Immer wieder brachten Politiker im Wahlkampf das Thema ins Gespräch. Immer wieder scheiterten die Versuche einer Wiederbelebung. Inzwischen ist die Stadt auf Druck der Bevölkerung bereit, wieder Geld in die Hand zu nehmen. Doch die Kosten für eine Sanierung des Gebäudes am Plärrer werden auf 56 Millionen Euro geschätzt. Immerhin hat der Freistaat eine Kostenbeteiligung in Höhe von zehn Millionen in Aussicht gestellt, weitere zehn Millionen sollen über die Städtebauförderung vom Bund kommen.

Mehrheit für Wiederbelebung

Eine GfK-Umfrage hatte im vergangenen Juli ergeben, dass 72 Prozent der befragten Nürnberger nicht nur Foto-Shootings, sondern wieder Schwimmer in dem Bad sehen wollen. Steuergelder wollten allerdings nur 29 Prozent dafür investieren. Ein privater Betreiber war 43 Prozent der Befragten lieber.

100 Jahre Volksbad

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Peter Farrenkopf, Mittwoch, 17.Februar, 14:49 Uhr

1. unser Volksbad in Nürnberg

56 Mio Euro ist doch ein Wahnsinnsbetrag. Was soll an der Wiederherstellung so teuer sein?
Das sollte doch mal jemand begründen.

Ich glaube, daß man mit weniger als der Hälfte zurecht kommen würde. Und das wäre auch viel.
Ich werde einfach den Verdacht nicht los, daß die Stadtverwaltung den Bau solange verkommen
läßt bis er wirklich abgerissen werden muß und sich dann die Energie die Fläche unter den Nagel
reißen kann.