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Urteil in Nürnberg Vater erschlagen – zehn Jahre Haft

Ein 41 Jahre alter Mann muss für zehn Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte ihn wegen Totschlags. Der Mann hatte gestanden, seinen Vater erschlagen zu haben.

Stand: 20.06.2017

Angeklagter vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth | Bild: BR-Studio Franken/Michael Franz

Der Mann wird als vermindert schuldfähig eingestuft. Das Gericht ist davon überzeugt, dass er an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Zum Prozessauftakt hatte der 41-Jährige zugegeben, seinen Vater im September 2016 erschlagen zu haben. Er habe überreagiert, sagte der Drogenabhängige aus.

Gewalt an der Tagesordnung

In seiner Familie sei Gewalt an der Tagesordnung gewesen, so der Mann. Das bestätigte auch sein Bruder. Warum genau er seinen 78 Jahre alten Vater erschlug, konnte im Prozess nicht geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte den 41-Jährigen angeklagt, weil sein Vater durch massive Schläge gegen den Kopf und den Oberkörper ums Leben gekommen war. Die Mutter des Angeklagten fand ihren Mann in der gemeinsamen Wohnung in Nürnberg und alarmierte den Notarzt. Der konnte aber nur noch den Tod des 78-Jährigen feststellen.


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