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Mann auf U-Bahn-Gleise geschubst Nürnberger muss fünf Jahre ins Gefängnis

Weil er in Nürnberg einen Mann aufs U-Bahn-Gleis geschubst hat, muss ein 49-Jähriger fünf Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach den Angeklagten nun wegen versuchten Totschlags schuldig.

Stand: 28.09.2016

ausfahrende U-Bahn am U-Bahnhof Nürnberg, Rathenauplatz aufgenommen am 24.5.2016 um ca. 21.30 Uhr | Bild: Jutta Hanika, Allersberg, 12.06.2016

Der Mann war am Neujahrstag an einem U-Bahnhof mit einem 57-Jährigen aneinandergeraten und hatte ihn ins Gleisbett geschubst. Danach ließ er sein Opfer minutenlang nicht wieder herausklettern, indem er nach dessen Kopf und Finger trat. Die Vorsitzende Richterin sagte in ihrer Urteilsbegründung am Mittwoch (28.09.16), es sei nur einem Zufall zu verdanken, dass dem 57-Jährigen nichts passierte.

Hohe kriminelle Energie

Ein Mitarbeiter in der Leitstelle der Verkehrsbetriebe hatte den Übergriff mit Hilfe einer Überwachungskamera beobachtet und die Station gesperrt. Zwar sind alle Bahnhöfe mit Kameras ausgerüstet, doch in der Leitstelle gibt es nur sechs Monitore, auf denen die Bilder wechseln. Die Richterin bescheinigte dem 49-Jährigen eine "hohe kriminelle Energie".

Opfer hat ihm verziehen

Nur wenige Monate zuvor war der Mann nach einem anderen Gewaltdelikt aus dem Gefängnis entlassen worden. Zudem wisse er, dass er unter Alkoholeinfluss zu Gewalt neige. Vor der Tat hatte er bei Silvesterfeiern viel Sekt und Wodka getrunken. Zu seinen Gunsten sprachen seine Reue und Einsicht. Das Opfer sei außerdem ohne bleibende Schäden davongekommen und habe ihm verziehen.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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