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Illegaler Welpentransport Tierheim trauert um sechs gerettete Hunde

Traurige Nachrichten aus dem Nürnberger Tierheim: Von den 42 Hundewelpen, die im Mai von einem illegalen Transport gerettet wurden, sind sechs gestorben. Man sei "verzweifelt, machtlos, traurig", so das Tierheim.

Von: Karin Goeckel

Stand: 19.06.2017

Hundewelpen in Nürnberg | Bild: Tierheim Nürnberg

Nach Pekinese Gremlin, Cocker Zora und Labrador Nora seien in den vergangenen Tagen auch noch American Cocker Bub Fileu, Labrador Nero und Cocker Fiona verendet. Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung stünden zwar noch aus, aber die Vermutung liege nahe, dass die hochansteckende Parvovirose schuld sei am Tod der Welpen. Besonders für ungeimpfte Welpen kann dieses Virus zur tödlichen Gefahr werden. Die Tiere, die sich damit angesteckt haben, leiden unter anderem an starkem Erbrechen und Durchfall und dehydrieren deshalb schnell.

Lebende Hunde stabil

Die verbliebenen Welpen sind nach den Worten von Tierheim-Leiterin Tanja Schnabel "augenscheinlich einigermaßen stabil".

"Das Problem an der Geschichte ist: Das waren die, die wir letzte Woche in die Klinik geschickt haben, auch. Aber innerhalb von einem Tag hat sich ihr Zustand deutlich verschlechtert."

Tanja Schnabel, Tierheimleiterin

Ansteckender Virus

Das könne auch mit den noch lebenden Welpen passieren, so Schnabel. Vier Welpen befinden sich noch auf der Krankenstation. Alle Tiere aus dem illegalen Transport hatten sich mit Parvovirose angesteckt. Deshalb können sie noch nicht vermittelt werden. Ursprünglich wollte das Tierheim Ende Juni mit der Vermittlung beginnen – das werde sich aber nochmal verzögern, sagt Schnabel. Sie bittet deshalb auch Interessenten darum, mit Anfragen noch zu warten.

"Im Moment sind wir vollauf damit beschäftigt, uns um die Welpen zu kümmern und zu sehen, dass wir sie alle durchbringen."

Tanja Schnabel, Tierheimleiterin

Vermittlung von Welpen nicht vor Juli

Es gebe einige Hunde, die möglicherweise noch im Juni geimpft werden können. Dann könnte mit der Vermittlung Anfang bis Mitte Juli begonnen werden. Dazu müsse aber erst der Tierarzt seine Zustimmung geben. Die Polizei hatte den illegalen Transport mit den 42 Welpen an Bord am 7. Mai auf der A3 gestoppt. Einige der Tiere waren gerade mal vier bis fünf Wochen alt. Am Steuer des Kombis saß ein tschechischer Tierarzt.


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Pistenmops, Montag, 19.Juni, 17:37 Uhr

1. illegaler Welpentransport

Diesen Menschen noch als Tierarzt zu bezeichnen ist ein Schlag ins Gesicht der gesamten Ärzteschaft. Hoffentlich ist der seine Zulassung los und wird richtig bestraft. Das ist man den Tieren schuldig.

  • Antwort von GerdaB, Montag, 19.Juni, 22:52 Uhr

    Ich kann Ihnen nur zustimmen! Ein Tierarzt - und gleichzeitig ein solches Ungeheuer, das sich an wehrlosen Tieren aus Geldgier vergreift: Pfui Teufel!!!!
    Meine Hochachtung für die Tierfreunde in Nürnberg, die sich um diese armen Tiere kümmern. Ais eigener Erfahrung weiss ich, was eine solcher Einsatz für die armen Tiere nicht nur zeitlich, sondern vor allem auch seelisch bedeutet, vor allem, wenn man nicht alle retten kann. Danke !!!

  • Antwort von Realo Ost, Dienstag, 20.Juni, 12:53 Uhr

    Man hätte diese Tiere einschläfern sollen. Für mich ist es falsch verstandene Tierliebe. Wir können nicht die ganze Welt retten - aber viele Sozialromantiker tun es unerschütterlich wider den gesunden Menschenverstand...