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Tiergarten Nürnberg Umweltschaden und erfrorene Pavian-Hände

Frostschäden haben im Nürnberger Tiergarten für technische Probleme, Umweltschäden und erfrorene Pavian-Hände gesorgt. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

Stand: 22.02.2017

Ein paar Paviane im Nürnberger-Tiergarten genießen die Sonne. | Bild: Erhard Prölß, Nürnberg, 16.02.2017

Nach Auskunft von Tiergartendirektor Dag Encke, könne die Schadenssumme noch nicht benannt werden. Die lange Frostperiode hat zu technischen Störungen im Betriebshof und bei der Wasserversorgung geführt. Neben einem Wasserrohrbruch machte dem Tiergartenpersonal vor allem der Ausfall eines Magnetventils zu schaffen.

Salzwasser im Boden

Dieses Ventil regelt den Wasserzulauf eines Silos, in dem Sole für die Salzwasserbecken hergestellt wird. Durch den Ausfall des Ventils gelangte salziges Wasser in den Boden der näheren Umgebung. Die muss nun regelmäßig überprüft werden, zum Beispiel mit Wasser- und Bodenprobeentnahmen. Zudem sind Nachspülungen mit Süßwasser notwendig.

Paviane irritiert

Die Tiere hätten unter den technischen Störungen nicht gelitten, wohl aber unter dem Lärm der Silvesternacht. Ein großes Feuerwerk vor dem Löwensaal am ehemaligen Tiergartenhotel habe vor allem die benachbarten Affen verängstigt. Die völlig irritierten Paviane hätten sich in den ersten Tagen des Jahres stundenlang geweigert, wieder in das Affenhaus zurückzukehren. Durch den Kälteeinbruch hätten einige Tiere dabei Erfrierungen an den Händen erlitten. Sie werden derzeit noch behandelt. Nach Auskunft der Tiergartenleitung verheilen die Verletzungen aber gut.

Programmhinweis

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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Friedl, Freitag, 24.Februar, 00:17 Uhr

1. Die Tiere tun mir jedes Jahr an Silvester erneut leid!

Als Musiklehrerin kenne ich das Problem, das Silvester-Feuerwerk nicht ertragen zu können. Mit Schall können Gewebestrukturen zerstört werden. Ich selbst bekomme Herzschmerzen durch die Knallerei. Dabei empfinde ich die Böller am schlimmsten. Auch frage ich mich, was speziell durch die explodierende Böller für Schäden auf dem Asphalt der Straßen entstehen können und ob parkende Autos auch beschädigt werden (z.B. Risse in den Reifen)? Für die Tiere, die oft noch feiner funktionierende Sinnesorgane haben als wir Menschen, ist das Silvesterfeuerwerk jedes Jahr bekanntermaßen schrecklich. Ich habe in Nürnberg nach dem Feuerwerk auch schon tote Singvögel in den Straßen liegen sehen. Für mich ist das Silvesterfeuerwerk ein unsensibles, barbarisches Umweltverbrechen, das zeigt, wie groß das Ausmaß der menschlichen Verblendung bereits geworden ist.

  • Antwort von Lärmgeschädigte Mitbürgerin, Mittwoch, 26.April, 14:20 Uhr

    Liebe Frau Friedl,
    Sie sprechen mir aus der Seele - es ist unsäglich, welcher Lärm, Krach und Radau an Silvester durch die Feuerwerke und Böller in die Welt hinausgehen. An die armen ttierischen Mitgeschöpfe denkt natürlich ein böllerschießender, raketendüsentrieb-Daniel nicht. Hauptsache er hat das das Vergnügen!
    An vielen Orten ist inzwischen, was ich sehr befürtworte, das Silvesterfeuerwerk nicht mehr erlaubt, weil zahlreiche Brände entstanden sind. Nicht zu sprechen von dem Dreck und den Abfällen, die durch die Böller und Raketen einfach auf der Straße liegengelassen werden.
    Ein Unding! Jeder Böllerschütze sollte am nächsten Tag dazu verpflichtet werden, seinen Müll selbst aufzusammeln!!

  • Antwort von Boas, Donnerstag, 25.Mai, 19:50 Uhr

    Genau meine Meinung. Diesem Artikel kann ich nur beipflichtenn und Beifall klatschen. Mir geht es genauso jedes Silvester. Ich verkrieche mich auch für dem Lärmm und dem Gestank der Böller. Ich kann nicht verstehen, dass man das schön findet. Ich habe selber Tiere. Mir tun jedes Mal die Tiere leid und ich leide mit ihnen. Sowas gehört auf jeden Fall verboten.