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FAU-Studie Kurzarbeit kann in Krisenzeiten stabilisieren

Erlanger Wirtschaftswissenschaftler haben untersucht, ob Kurzarbeit in konjunkturellen Krisen Arbeitsplätze sichern kann. Ihre Analyse zeigt, dass Kurzarbeit durchaus in der Lage ist, zu stabilisieren.

Stand: 02.03.2017

Schweißer in der Metallverarbeitung | Bild: picture alliance / blickwinkel

Für die Studie werteten die Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) umfangreiche Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Betriebsdaten aus. Nach Schätzungen der Wissenschaftler konnten in der großen Rezession des Jahres 2009 rund eine halbe Million Arbeitsplätze gerettet werden.

"Unsere Modellsimulationen zeigen, dass der Großteil dieses Erfolges auf die regelgebundene Kurzarbeit zurückzuführen ist, deren Kriterien gesetzlich verankert sind."

Christian Merkl, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre der FAU

Kurzarbeit als Instrument der Stabilisierung

Kaum ein Industriestaat habe die Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 so gut überstanden wie Deutschland. Ein Teil des Erfolges wird dem Instrument der Kurzarbeit zugeschrieben, das es Unternehmen erlaubt, die Arbeitszeit ihrer Belegschaft vorübergehend zu reduzieren, ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen. Die Forscher plädieren dafür, zusätzliche Erleichterungen generell nicht ad hoc zu beschließen, sondern gesetzlich zu verankern. Das würde Unternehmen in die Lage versetzen, ihre Beschäftigungspolitik langfristig auf diese Regelungen auszurichten.

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