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Klares Ergebnis beim Bürgerentscheid Erlanger wollen die Stadt-Umland-Bahn

Die Erlanger haben sich klar für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) ausgesprochen. Beim Bürgerentscheid stimmten 60,4 Prozent für das Projekt. Die StUB soll die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach miteinander verbinden.

Von: Tanja Oppelt

Stand: 07.03.2016

Die Wahlbeteiligung lag bei 44,9 Prozent, damit ist der Bürgerentscheid auch gültig. Lediglich 39,6 Prozent stimmten gegen die StUB, über die seit Jahren diskutiert wurde.

Bürger folgen der Stadtspitze

Florian Janik (SPD)

Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD), der am Sonntag auch seinen Geburtstag feierte, sprach von seinem "besten Geburtstagsgeschenk". Viele Großprojekte seien in den letzten Jahren in der Kritik gewesen, so Janik, der Ausgang des Bürgerentscheids habe gezeigt, dass man Großprojekte auch zusammen mit den Bürgern realisieren könne. Der Erlanger Stadtrat hatte sich bereits für die StUB ausgesprochen, als eine Bürgerinitiative einen Bürgerentscheid über das Millionenprojekt erzwang. Die Mehrheit der Erlanger folgte aber dem Willen des Stadtrats.

Eine Bahn verbindet die Region

In einer der nächsten Stadtratssitzungen will die Stadt Erlangen nun dem Zweckverband beitreten. Nürnberg und Herzogenaurach sind bereits beigetreten. Wenn alles gut gehe, könne man in fünf bis sechs Jahren mit dem Bau beginnen, so Janik. Die geplante Stadt-Umland-Bahn soll die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verbinden. Eine derartige Schienenverbindung ist bereits seit den 1990er-Jahren im Gespräch. Besonders die Stadt Herzogenaurach ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht zu erreichen. Tausende Mitarbeiter von Adidas, Puma und Schaeffler pendeln deshalb täglich mit dem Auto nach Herzogenaurach.

Geplante Stadt-Umland-Bahn

Millionenschwerer Bahnausbau

Die Gegner der StUB hatten als Hauptargument die Kosten des Projekts angeführt. 300 Millionen Euro sind derzeit dafür veranschlagt, 60 Millionen davon soll die Stadt Erlangen bezahlen.


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Jungesmedium, Freitag, 18.März, 06:57 Uhr

5. "Klares" Ergebnis...

Hallo,

also ich finde das bei einer Wahlbeteiligung von (leider) gerade mal 44% und einem Ausgang von 40 zu 60 Prozent kann man nicht von einem klaren Ergebnis sprechen.

Meier-Helmut Paulsen, Montag, 07.März, 14:59 Uhr

4. Stub-Realisierung

Schön, dass die Stadtoberen nun ihr Recht bekommen haben!!
Ich wäre auch für ein "Nein" gewesen, wenn
die StuB wirklich die Verkehrsprobleme der Stadt Erlangen lösen könnte.
Nun muss der "Konni" gucken wie die Stadt Erlangen ihren riesigen Anteil-Batzen Geld von der Gesamtsumme von ca. 1,3 *10***9 (Milliarden)€
herbringt !
Ich bin tot ",Konni" tot , Bürgermeisterwechsel n-mal,aber die Stadt muss zahlen, wenn sie dann noch kann;
Siemens weg ,Areva weg, aber 2030 Campus-Bahnhof fertig und halb zerfallen!

Mit freundlichen Grüßen
Meier

  • Antwort von G. Döres, Montag, 07.März, 15:23 Uhr

    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen und sprechen mir aus der Seele.

G. Döres, Montag, 07.März, 14:43 Uhr

3. Stub

Die Mehrheit hat sich unverständlicherweise für die Stub entschieden. Ich bin deshalb gespannt, ob die Befürworter dann auch wirklich ihren fahrbaren Untersatz zu Hause stehen lassen und sich in ein schienengebundenes Fahrzeug begeben werden, das keine Flexibilität dem Fahrgast bieten kann. Außerdem finde ich es besonders toll, dass die Bundesbahn einen zweiten Tunnel in den Burgberg gegraben hat und somit in 2017 zweispurig fahren kann. Nur wer wird die Fahrgäste bekommen - Stub oder Bahn? Enorm ist die geschätzte Bauzeit von 8 bis 10 Jahren.
Na gut, bauen wir für Millionen (wer weiß wieviel Millionen am Ende des Baues unterm Strich stehen werden) eine Stub und behalten unsere maroden Straßen. Schließlich kann die Stadt die Geschwindigkeitsbeschränkungen bei Straßenschäden noch bis auf Schrittgeschwindigkeit heruntersetzen, dann macht es wahrscheinlich doch Sinn auf die Stub umzusteigen - verkehrte Welt!!!!

Maximilian Fuchs , Sonntag, 06.März, 23:32 Uhr

2.

Glückwunsch zur Entscheidung die STUB Bauen zu wollen. Wir im Landkreis Erlangen-Höchstadt haben es wegen der hohen Kosten abgelehnt. Aber Erlangen scheint es ja um ein paar Schulden mehr egal zu sein. Da ja über 45.000 gar nicht mit abgestimmt haben würde ich sagen selbst Schuld.

  • Antwort von dildoldi, Montag, 07.März, 06:44 Uhr

    Ja und ? Dann hat die Stadt Erlangen halt Schulden, bzw. mehr Schulden. Müssen Sie die bezahlen ? Ewig dieses lächerliche "so viele Schulden". Die Stadt Erlangen hat auch Einnahmen, wenn sich der Bund endlich bequemen würde, den Verteilungsschlüssel zugunsten der Kommunen zu ändern, wäre eine Schuldenaufnahme in der Höhe gar nicht nötig. Dieses ewige Herumgereite auf irgendeiner "bösen" Verschuldung beweist nur, dass man von wirtschaftlichem Handeln exakt null Ahnung hat. Öffentliche und private Haushalte sind nun mal, auch wenns schwerfällt das zu begreifen, zwei verschiedene Paar Stiefel.

    MfG

  • Antwort von G. Döres, Montag, 07.März, 14:47 Uhr

    Eine Meinung vertreten wollen und dann nicht einmal seinen richtigen Namen angeben. Geld bleibt nun mal Geld - und das nächste Millionengrab wird geschaufelt.

oliver, Sonntag, 06.März, 20:56 Uhr

1. Schade

Wenn ich diesen Typen von Florian Panik sehe, könnte ich kotzen. Erlangen ist schon hoch verschuldete dann machen weiter 60 Millionen ja nichts aus :-)

  • Antwort von unbekannt, Sonntag, 06.März, 21:54 Uhr

    Da hat man die Baustelle Chemikum nicht in Griff und will gleich das nächste Großprojekt angehen. Unfassbar was mit unsren Steuergeldern gemacht wird!

  • Antwort von Santa, Sonntag, 06.März, 22:18 Uhr

    Geld ist genug da und die Stub ist notwendig für uns alle. Meiner Meinung nach hätte man die U4 vom Tiergarten über Aufsessplatz, Plärrer nach Thon und weiter nach Erlangen bauen sollen.
    Den größten Teil zahlt der Bund und Bayern.
    Wir alle zahlen Steuern. Zum Glück ist die Mehrheit für die Stub.

  • Antwort von G. Döres, Montag, 07.März, 14:56 Uhr

    Eine Magnetschwebebahn fehlt noch und ein kleiner Flughafen in Erlangen. Und wer mehr Zeit hat, dem sollte man die Möglichkeit per Ballonfahrt auf die Arbeit zu kommen einräumen. Die Schwabach wäre auch noch da - vielleicht ein Angebot per Schiff zu fahren.
    Wer braucht schon ein schienengebundenes Fahrzeug. Nimmt nur Platz weg und verschandelt die Gegend und ist laut und völlig überflüssig.