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Störche in Bayern Neuer Rekord: über 400 Weißstorch-Brutpaare

Die Zahl der Weißstorch-Brutpaare nimmt in Bayern weiter zu. Wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mitteilt, leben derzeit 415 Storchenpaare im Freistaat. Dabei entwickelt sich der Bestand in Bayern besser als im Rest Deutschlands.

Stand: 09.08.2016

Dabei hatten die Vogelkundler im Frühjahr noch Sorge um den Storchennachwuchs: Sie hatten noch im späten Frühjahr befürchtet, dass Unwetterfronten den Bruterfolg in Bayern beeinträchtigen könnten. Dies hat sich allerdings nicht bestätigt. So verzeichnet der LBV beim bayerischen Storchennachwuchs für dieses Jahr zumindest eine durchschnittliche Bilanz.

Westzieher leben ungefährlicher

Fünf Störche im Aischtal 2016

Außerdem kommen viele Neuansiedlungen hinzu, die die Populationen wachsen lassen. Dabei profitiert Bayern auch davon, auf der eher ungefährlichen Westroute zu liegen, auf der die Störche über Spanien ins Winterquartier ziehen. "Manche fliegen gar nicht mehr nach Afrika weiter. Sie kommen inzwischen in Spanien gut über den Winter", so der LBV. Bei Störchen, die beispielsweise in Schleswig-Holstein oder Sachsen brüten und über die sogenannte Ostroute nach Süden ziehen, falle die Bestandsbilanz dagegen eher negativ aus, heißt es in der Mitteilung des LBV.

Uehlfeld hält den Rekord

Oettingen: Sammelpunkt Kirche

In Bayern wachsen dagegen vorhandene Storchen-Kolonien weiter. "So ist zum Bespiel die Anzahl der Storchenpaare in Herzogenaurach von zwei auf fünf, in Oettingen von vier auf neun angewachsen", erklärt Oda Wieding, die beim LBV das Weißstorchprogramm leitet. Die größte bayerische Kolonie findet sich mit 17 Storchenpaaren weiterhin in Uehlfeld im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim. Hier kamen dieses Jahr vier neue Paare hinzu.

Jungtiere werden selbstständig

Jungvögel sind schön flügge

Mittlerweile sind schon fast alle bayerischen Jungvögel flügge und bilden die ersten sogenannten Zugtrupps. So wurden dem LBV aus dem Gebiet um Oettingen und Wemding im Landkreis Donauwörth schon rund 70 beobachtete Störche gemeldet. Bei Katzwang im Süden Nürnbergs waren es bis zu 30 Vögel, teilt LBV-Biologin Oda Wieding mit.

Per Sender mit dabei

Wo fliegen sie denn?

Wenn Sie wissen möchten, wo sich die Störche aufhalten: Einige Störche sind mit Sendern versehen. Ihre Route können Sie auf den Seiten des LBV unter folgendem Link verfolgen:

Die Hauptabflugzeit der Weißstörche geht von Ende Juli bis Mitte September. Später geschlüpfte Jungvögel, wie beispielsweise in Himmelkron im Landkreis Kulmbach haben bis dahin Zeit, selbstständig zu werden. Auf welchem genauen Weg die bayerischen Weißstörche schließlich in den Süden fliegen, kann jeder live im Internet mitverfolgen. Sowohl Jungstörche aus diesem als auch aus dem letzten Jahr sind mit Satellitensendern ausgestattet.


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