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Mehr Geld in der Tasche Bayerische Arbeitnehmer verdienen besser

Vollzeitbeschäftigte verdienten nach Berechnungen des Landesamtes für Statistik im zweiten Quartal 2016 mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Konkret hatten die Arbeitnehmer in Bayern 3,2 Prozent mehr in der Tasche.

Stand: 14.09.2016

Verdienstbescheinigung liegen Euromünzen und Eurogeldscheine in Dresden (Sachsen). | Bild: picture-alliance/dpa

Nach den Berechnungen der Behörde in Fürth verdienten die bayerischen Beschäftigten durchschnittlich im ersten Quartal des Jahres 3.878 Euro. Sonderzahlungen wurden nicht miteinberechnet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Verdienst um 3,2 Prozent niedriger.

Unterschiede in den Lohnbereichen

Im produzierenden Gewerbe hatten die Vollzeitbeschäftigten nach den Berechnungen 4.021 Euro an Bruttolohn. Im Dienstleistungsbereich gab es 3.778 Euro monatlich. Unverändert blieb dabei die durchschnittliche wöchentliche Arbeitsleistung von 39,1 Stunden.

Lohnspreizung nicht weiter gewachsen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienern zwischen 2010 und 2014 nahezu konstant geblieben. Der langjährige Trend einer zunehmenden Lohnspreizung sei damit gestoppt. Besonders deutlich sei der Rückgang in Ostdeutschland. Der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnbereich blieb dabei gleich. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Beschäftigten im Hochlohnsektor. Sie betrug im Jahr 2014 19 Prozent und damit 0,9 Prozent höher als in den drei Jahren davor.

Zum Niedriglohnbereich zählen alle Beschäftigten, die weniger als zwei Drittel des mittleren Verdienstes erhalten. Das bedeutet einen durchschnittlichen Bruttolohn von 11,09 Euro pro Stunde. Zum Bereich des Hochlohns zählen alle Beschäftigten, die mehr als das Eineinhalbfache des mittleren Verdienstes und damit 24,96 Euro brutto je Stunde erhalten. Der mittlere Verdienst lag 2014 bei 16,65 Euro. Unter Lohnspreizung versteht man den Einkommensunterschied zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen.


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