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Landesbund für Vogelschutz in Hilpoltstein Der Star ist Vogel des Jahres 2018

Der Star ist "Vogel des Jahres 2018". Das haben der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bekannt gegeben. Der Singvogel löst damit den Waldkauz ab, der den Titel 2017 trägt.

Von: Katja Ortlauf

Stand: 13.10.2017

Deutschlandweit gebe es jährlich zwischen drei und 4,5 Millionen Starenpaare, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg im Vorjahr.

"Der Star ist ein  Allerweltsvogel, den Menschen vertraut und weit verbreitet."

Heinz Kowalski, NABU Präsidiumsmitglied.

Allerdings würde der Starenbestand zurückgehen. Der Star sei ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang häufiger Vogelarten, heißt es. In der Roten Liste wird er seit 2015 als "gefährdet" eingestuft. Dem Vogel fehle es an Brutmöglichkeiten und Nahrung. Ursache sei vor allem die industrielle Landwirtschaft.

"Eine Million Starenpaare haben wir allein in Deutschland in nur zwei Jahrzehnten verloren. Jetzt gilt es, den Star durch praktischen Naturschutz und Sicherung des Lebensraums zu unterstützen."

Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender.

Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen

In Bayern sei der heimische Singvogel noch häufig anzutreffen. Hier habe sich der Bestand entgegen des Trends nicht erkennbar reduziert. Allerdings habe der Star auch hier mit einer Verschlechterung der Nahrungsbedingungen zu kämpfen. Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und fehlende Nistmöglichkeiten beispielsweise in alten Bäumen würden ihm das Leben immer schwerer machen.

Star kann Geräusch nachahmen


Optisch fällt das Starenmännchen durch sein metallisch glänzendes Gefieder im Frühjahr auf. Helle Punkte verzieren das Prachtkleid des Weibchens. Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen. Laut LBV und NABU kann der Vogel Handyklingeltöne, Hundebellen und Signale in seinen Gesang einbauen.

Schönes Naturschauspiel im Herbst

Starschwarm im Herbst


Die Nahrung des Stars hängt von der Jahreszeit ab. Im Frühling frisst er Kleintiere aus dem Boden. Im Sommer und Herbst ernährt er sich zusätzlich von Beeren und Früchten. Ein regelrechtes Naturschauspiel kann man im Herbst beobachten, wenn der Star in Schwärmen fliegt. Je nachdem wo der Star lebt, ist er ein Kurzstreckenzieher, Teilzieher oder Standvogel. Die mitteleuropäischen Stare ziehen vor allem bis in den südlichen Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Allerdings ist die maximale Zugstrecke des Singvogels bei 2.000 Kilometern erreicht. Manche Stare verzichten komplett auf lange Reisen. Sie überwintern hauptsächlich im Südwesten Deutschlands, erläutern LBV und NABU.


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otti, Samstag, 14.Oktober, 10:35 Uhr

1.

Das Ernennen zum Vogel des Jahres nützt halt dem Star gar nichts, wir hatten jahrelang Stare im Baum vor dem Haus, nun wurde er zurechtgestutzt und keine Vögel waren heuer als Nister zu beobachten, das nur nebenbei aber sicher für die Bewohner wichtig. Im Cramer-Klett-Park Nbg. soll aufgemöbelt werden, da werden wieder etliche Bäume im Weg sein, der Natur und den Tieren wird ein Bärendienst erwiesen aber einige Politiker werden sich auf die Schulter klopfen wie toll sie das Wählervolk verwöhnen. Dumm und gleichgültig abgehoben und arrogant.