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Grafflmarkt in Fürth Stadt kämpft um längeren Außenausschank

Die Stadt Fürth kämpft dafür, dass Wirte der Fürther Altstadt am Grafflmarkt auch außen bis 24.00 Uhr ausschenken dürfen. Ein Anwohner hatte vor dem Verwaltungsgericht in Ansbach auf ein früheres Ende geklagt und Recht bekommen.

Stand: 15.06.2016

Unter unserem Himmel - In Fürth - Von Wirtshäusern und Werkstätten: Grafflmarkt in der Fürther Altstadt | Bild: BR

In eineinhalb Wochen startet in der Fürther Altstadt der Grafflmarkt. Vor dem Verwaltungsgericht in Ansbach hatte ein Anwohner geklagt, dass die Wirte an diesem Trödelmarkt nur bis 22.00 Uhr ausschenken dürfen und hatte Recht bekommen. Dagegen legt die Stadt Fürth nun beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München Beschwerde ein.

Ausschank auf Grafflmarkt "gelebte Tradition"

Der Ausschank nach 22.00 Uhr sei Bestandteil des Grafflmarktes und seit den 1970er-Jahren "gelebte Tradition im gesellschaftlichen Leben" Fürths, so die Argumentation der Stadt. Die Lärmbelastung durch den Trödelmarkt am Waagplatz sei außerdem zumutbar, da nur an wenigen Wochenenden im Jahr überhaupt erwartungsgemäß laute Veranstaltungen auf diesem Platz stattfänden.

Zudem seien die Anwohner durch die Sperrzeitverkürzung im Innenschankbereich von vormals 2.00 Uhr auf nun 24.00 Uhr bereits entlastet. Der Grafflmarkt findet am Freitag, den 24. Juni, und Samstag, den 25. Juni, statt. Traditionell gibt es bei dem beliebten Trödelmarkt ein musikalisches Rahmenprogramm.

Sperrzeiten – ein ewiges Fürther Streitthema

Der Kläger hatte beim Verwaltungsgericht Ansbach durchgesetzt, dass die Lokale am Waagplatz ihre Freischankflächen auf Normalmaß zurückfahren müssen. Ab 23.00 Uhr muss der Außenbetrieb dem Gericht zufolge komplett beendet sein. Die Stadt Fürth hatte den Ausschank innen und außen bis Mitternacht genehmigt.

Um die Sperrzeiten in der Fürther Innenstadt schwelt seit Jahren ein Kampf. Anwohner klagen regelmäßig gegen Veranstaltungen und fordern strengere Regelungen. Die Parteien haben sich bereits mehrfach vor Gericht getroffen.

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graffliti, Freitag, 24.Juni, 14:01 Uhr

3. ...das muss schon gesagt werden dürfen...

Leider lässt sich zum ganz aktuellen Artikel gzgl. des Urteils FÜR DIE INTERESSEN DES ANWOHNERS nioch(?) nichts kommentieren, daraum MUSS hier richtiggestellt werden, dass die Behauptung "Eine kurzfristige Anwohnerklage schränkt den Fürther Grafflmarkt ein" nicht der Wahrheit entspricht.Der Grafflmarkt endet offiziell - seit seinem Bestehen - um 22 Uhr. Was darauf folgt, ist die so genannte "Nachtparty der Wirte", die in den letzten Jahren etabliert und sukzessive erweitert wurde. Diese mussten vom Lärm betroffene Anwohner mühsam wieder - v.a. durch Klagen - einschränken (lassen).

Erlangerin, Donnerstag, 16.Juni, 07:53 Uhr

2. Ausschank zum Grafflmarkt

Mich stört enorm, dass traditionsreiche Veranstaltungen immer mehr zu Saufgelagen verkommen.
Vor wenigen Wochen hatten wir ja Berch in Erlangen und ich bin hart im Nehmen, aber diese Auswüchse, die man da sehen konnte, das ist nicht mehr schön.
Statt gemütlich zusamnenzusitzen, gab es ständig lautstarkes Geplärre, Frauen, die sich auszogen, betrunkene junge Männer, die sich aufblasen wie Ochsenfrösche und sich so provozierten, bis Fäuste flogen. Dazu die Stadt und der Bahnhof komplett vollgemüllt, vollgepinkelt und vollgespeiht....einfach nur ekelhaft!
Die Stadt Fürth sollte das Saufvolk nicht noch anlocken, indem man immer länger ausschenkt.
Der Grafflmarkt war ja nicht ursächlich ein Alkoholfest.
Aber wenn da suggeriert werden soll, das sei schon immer so gewesen....Nein!
Mich würde es freuen, wenn man mal ein Zeichen gegen die Seuche des sinnlosen Volllaufen-Lassens setzen würde.

  • Antwort von Hans Peter, Donnerstag, 16.Juni, 09:56 Uhr

    Waren Sie jemals auf dem Grafflmarkt?

    Eine Tendenz zu den üblen Vorkommnissen, die sie beschreiben, gibt es dort nun überhaupt nicht!

    Vielmehr ist es ein Fest für alle Fürther, die gerne in lockerer und friedlicher Stimmung sich noch etwas unterhalten wollen.

  • Antwort von @Hans Peter, Donnerstag, 16.Juni, 13:34 Uhr

    ...Also...naja... reichlich getrunken wird dort auch, vor allem nach dem Markt...deshalb wär's nicht schlecht, wenn nach der eigentlichen Veranstaltung ab 22 Uhr Schluss wäre.
    Und geko... wird auch in die dunklen Ecken.
    Und nachdem der Ausschank zum Teil draußen erfolgt, ist mancher zu faul oder schafft's nicht, das Klo aufzusuchen und...Sie können sich's ja denken.
    --Also...das gibt's alles beim Grafflmarkt auch. Wir sollten da nichts schöner färben als es ist.

Michäla, Mittwoch, 15.Juni, 18:32 Uhr

1. "Tradition"?- Freili! Wer's glabbd...

Die Übersetzung für Nicht-Franken vorweg: Tradition? - Aber klar doch! Wer das glaubt ...
"Der Ausschank nach 22.00 Uhr sei Bestandteil des Grafflmarktes und seit den 1970er-Jahren "gelebte Tradition im gesellschaftlichen Leben" Fürths..." - das kann nur der behaupten, der in den Anfangszeiten des Grafflmarkts noch nicht geboren, zu jung zum Ausgehen oder sonstwas war. Ich war damals alt genug, um "live" mitzuerleben, dass um 22 Uhr offiziell der Markt zu Ende war und evtl. noch - inoffiziell -- ein bissle "Straßenmusik " gemacht wurde (unverstärkt) - Gezupfe auf Gitarren halt, das war's.
Geschichte erzählen, bitte - nicht Geschichten...