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Solarschmuggel Verantwortliche von chinesischem Konzern angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat Ende März Anklage gegen Verantwortliche der Risen Energy GmbH mit Sitz in Nürnberg erhoben. Medienberichten zufolge sollen sie Solarmodule im großen Stil nach Deutschland geschmuggelt haben.

Stand: 27.04.2017

Solarkraftwerk (Symbolbild) | Bild: colourbox.com

Die Mitarbeiter des chinesischen Solarkonzerns sollen sich der gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Steuerhehlerei schuldig gemacht haben, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dem Bayerischen Rundfunk. Nähere Einzelheiten dürfe sie aufgrund des deutschen Steuergeheimnisses nicht nennen.

Frachtpapiere gefälscht und Container umgeleitet

Recherchen von Handelsblatt und Focus Online zufolge soll Risen Energy seine Solarmodule im großen Stil an den europäischen Zollbehörden vorbeigeschleust haben. Nach bisherigen Erkenntnissen gehe es um einen Schaden von 110 Millionen Euro. Dem Bericht zufolge seien Frachtpapiere gefälscht und Container über Länder wie Taiwan, Vietnam oder Indien umgeleitet worden. Risen Energy bestreitet jeden Gesetzesverstoß.

Ermittlungen gegen "Solarmafia"

Die Deutschen Behörden sprechen von einer regelrechten "Solarmafia", heißt es in den Berichten. Neben deutschen Staatsanwaltschaften ermittele auch das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung. Bereits im vergangenen August hätten Zollfahnder aus Bayern und Nordrhein-Westfalen rund zwei Dutzend Objekte durchsucht. Neben dem Fall, der nun in Nürnberg vor Gericht kommt, werde auch gegen Unternehmer aus Berlin und Bremen ermittelt. Zwei Personen müssen sich zudem wegen des Vorwurfs der Steuerhehlerei vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

Zölle und Selbstverpflichtung umgangen

Risen Energy ist eigenen Angaben zufolge einer der weltgrößten Hersteller von Solarmodulen. Nachdem die Europäische Union im Jahr 2013 Anti-Dumping-Zölle auf Billig-Importe aus China erließ, verpflichteten sich die Solarhersteller aus Fernost, einen Mindestpreis von 46 Cent pro Watt einzuhalten. Die Berichte von Handelsblatt und Focus Online machen vor allem den darauf folgenden großangelegten Schwindel für den Niedergang der deutschen Solarindustrie und damit den tausendfachen Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich.


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Markus, Freitag, 28.April, 19:27 Uhr

2.

Photovoltaik und Gemüseanbau können sich ergänzen.
Werden die PV-Module entsprechend hoch aufgeständert, dann kann darunter weiterhin Gemüse, Salat und viele weitere Nahrungsmittel angebaut werden. Durch die Verschattung sinkt der Wasserverbrauch und in heißen Monaten nimmt der Salat durch die Verschattung keinen Schaden durch zu starke Sonneneinstrahlung.

Wein erreicht sogar durch die Verschattung eine höhere Qualität, da die Trauben langsamer reifen: http://www.vdi-nachrichten.com/Fokus/Energie-satt

Wolfgang Schönfelder, Donnerstag, 27.April, 21:50 Uhr

1. Bitte keine Photovoltaik auf Freiflächen. Acker- und Waldland ist zu schade.

Mehr Ackerflächge nutzen und dafür weniger intensiv mit Dünger und Giften arbeiten.

Eine Windkraftanlage erzeugt je Quadratmeter "verhunzter" Fläche ca. 1000-mal mehr Energie als Photovoltaik.

Energieertrag von Photovoltaik ca. 110Wm² x 1000h/a x cosBreitengrad = 70kWh im Jahr je Quadratmeter genutzter Freifläche.

Eine Windkraftanalge mit 11m Turmduchmesser = 90m² + Servicemobilparkplatz = 100m² verbrauchte Fläche.

Ertrag neuer Anlagen 4,5MW x 2000h = 9GWh im Jahr = 90 MWh je Quadratmeter genutzter Natur- oder Ackerfläche.

Mit Gas-, Steinkohle- oder Ölkraftwerken verglichen entspricht das bei 40% Wirkungsgrad 22000kg Öl oder Kohle oder 22000m³ Erdgas, je Quadratmeter genutzter Fläche!

Selbst mitgerechnet einige Meter Zufahrtsweg zur Windkraftanalge ändern nichts am Faktor Tausend!

  • Antwort von Hans Riedl, Freitag, 28.April, 06:30 Uhr

    Da haben Sie recht Solaranlagen aufs Dach und sonst nirgends es sollte Gesetz werden das die Solaranlagen Pflicht werden weil sie dort jedem Hausbesitzer was bringen man kann sie Heutzutage schon so integrieren das sie gar nicht mehr auffallen. Aber Halt das geht ja nicht wo soll der Staat denn die ausgefallene Stromsteuer hernehmen.

  • Antwort von Didier, Freitag, 28.April, 09:48 Uhr

    Milchmädchenrechnung. Windräder verhunzen die Landschaft auf viele, viele Quadratkilometer. Optische Umweltverschmutzung, vergleichbar der seelischen Grausamkeit durch Brutalarchitektur. Windräder sind Industrieanlagen und schauen eben entsprechend aus. Wer will schon in häßlichen Industrielandschaften hausen?
    Weniger Energie verschwenden: In Deutschlands Bahnhöfen braucht es z.B. nicht massenhaft gigantische Flachbildschirme als Werbeflächen. Die Industrie stellt auch zu viel unsinnges Gedöns her wie etwa das elektrische Fleischmesser oder elektrische Pfeffermühlen. Ich weiß auch nicht, ob das so schlau ist, für die meisten Haushaltsgeräte erst den Strom herabzutransformieren wenn man Photovoltaik auf dem Dach hat. Könnte man wahrscheinlich klüger konstruieren. Muss auch nicht jeder ne Bohrmaschine, TV etc. haben
    Transporte um die Weltkugel beenden, lokal produzieren, mehr Muskelkraft einsetzen, weniger Krankheiten, weniger Geld rauswerfen für energiefressende Fintesshallen ...