6

Söders Stromtrassen-Pläne Minister will Abstandsregeln einführen

Stromtrassen sollen nach dem Willen von Bayerns Landesentwicklungsminister Markus Söder (CSU) mindestens 400 Meter Abstand zu Häusern haben. Außerhalb von Ortschaften sollen 200 Meter Mindestabstand zu Siedlungen eingehalten werden.

Stand: 02.03.2016

Wie Söder im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch (02.03.16) bekannt gab, sollen die neuen Abstandsregelungen im Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) festgeschrieben werden. Bis zum Jahresende soll das neue Programm nach Söders Willen in Kraft treten. Aber schon jetzt sollen die Abstandsvorschläge bei der Planung neuer Stromtrassen berücksichtigt werden. Sie orientieren sich an ähnlichen Regelungen, die es in anderen Bundesländern bereits gibt. Darüber hinaus will der Minister, dass Stromleitungen in Ortschaften als Erdkabel verlegt werden.

"Neue Überspannungen über die Köpfe der Menschen hinweg soll es künftig nicht mehr geben."

Markus Söder, Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat

Bayern bleibt am Ball

Wo bestehende Freileitungen über Siedlungen ersetzt werden müssen, sollen diese außerhalb von Ortschaften entstehen, so die Mitteilung. Wegen der Energiewende müssten neue Stromtrassen gebaut werden. "Die Anpassung des Stromnetzes in Deutschland ist durch die Energiewende erforderlich", so der Minister. Dieser Stromnetz-Ausbau müsse jedoch bürgerfreundlich gestaltet werden. Die Staatsregierung habe sich mit Vehemenz dafür eingesetzt, dass die großen Nord-Süd-Trassen als Erdkabel gebaut werden. "Bei den übrigen Leitungen bleibt Bayern am Ball", so Söder.

Aigner contra Söder

Ob die neuen Abstandsregeln wirklich bindende Wirkung haben, ist offen. Innerhalb der CSU-Staatsregierung ist es offenbar zum Konflikt in dieser Frage gekommen: Für die Landesentwicklung sind zwar Finanzminister Söder und Staatssekretär Albert Füracker (CSU) zuständig. Die Energiewende und der Verlauf von Stromtrassen fallen aber eigentlich in das Ressort von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Und die hat ihren Kollegen Söder in der gestrigen Kabinettssitzung wegen seines Vorstoßes heftig kritisiert, berichten Teilnehmer.

"Für die räumliche Entwicklung im Freistaat sind wir zuständig", konterte Söder am Mittwoch (02.03.16) die Kritik Aigners. "Eigentlich ist dieser Vorstoß als Hilfe für Ilse Aigner gedacht", betonte er im Rahmen seiner Stromtrassen-Pressekonferenz.

Sendungsinfo

Alle Regionen

Regionen Bayerns Region Unterfranken auswählen Region Mittelfranken auswählen Region Oberfranken auswählen Region Oberpfalz auswählen Region Niederbayern auswählen Region Oberbayern auswählen Region Schwaben auswählen

6

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Timo Baumann, Mittwoch, 02.März, 21:12 Uhr

4. Stromtrassen

Hauptsache, Söder steht in den Medien. Und hat mit seinen Schmutzeleien und Intrigen betse Voraussetzungen für den bayr. Ministerpräsidenten.
Nicht zu vergessen, das gute Verhältnis zu entsprechenden Amigos und A...kriechern.

franke, Mittwoch, 02.März, 14:28 Uhr

3. Abstandsregeln

Warum vertreten die bayerischen Volksvertreter nicht unsere bayerischen Interessen, Wir brauchen diese Trassen überhaupt nicht. Unseren Strom und Wärme, von Stadtwerken und regionalen Energieerzeugern, effizient erzeugt, muss Vorrang vor dem Zappelstrom haben und nicht umgekehrt. Unsere Stadtwerke werden durch den Vorrang des Zappelstroms kaputt gemacht, nur, damit EON, RWE, Vattenfall und Konsorten überleben können. Das kann´s ja wohl nicht sein.
Leider gibt es in Bayern keine politische Gruppierung oder Partei, die unsere Interessen gegenüber Berlin vertritt.

Georg, Mittwoch, 02.März, 13:53 Uhr

2. Super Herr Dr. Söder!

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung!
Mir tun die Menschen sehr leid, die einen Hochspannungsmasten im Vorgarten ihres Eigenheimes haben (so gesehen in Eichstätt) oder auf dem Dach ihres Hauses.
Die Politiker müssen begreifen, dass die Früchte unserer Arbeit nicht primär dazu dienen sollen, das Geld zu vermehren, sondern dass es uns nach getaner Arbeit besser gehen soll als vorher. Was nützt mir z.B. die tolle Versorgung mit sauberem, fließendem Wasser, wenn ich gleichzeitig verstrahlt werde?
Wenn die Ergebnisse unserer Arbeit dazu führen, dass wir dadurch alle krank werden, dann werde ich aus Protest nicht mehr arbeiten!

Herr Wichtig, Mittwoch, 02.März, 10:58 Uhr

1. Superstaatsmann MARKUS

Was hat der FINANZminister mit den Stromtrassen zu tun?
Wird der sich demnächst auch noch um die Ferkelaufzucht kuemmern oder um den Chemieunterricht in den Gymnasien?
Wenn der Seehofer den alles machen lässt, kann ed den Rest des Kabinetts heimschicken.

  • Antwort von Oberbayer, Mittwoch, 02.März, 13:03 Uhr

    Stromtrassen da wollen viele Amigos nicht vergessen werden. Ein Milliardengeschäft, wie geschaffen für Söder. Da klingelt's richtig in den Kassen. Der Stromkunde und die Steuerzahler zahlen, egal was es kostet.