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Teure Instandhaltung Max-Morlock-Stadion kostet 1,8 Millionen Euro pro Jahr

Für das Max-Morlock-Stadion müssten jährlich rund 1,8 Millionen Euro ausgegeben werden – in den nächsten 20 Jahren. Das geht aus dem Instandhaltungskonzept der Stadt hervor. Nun müssten Gespräche geführt werden, wie es mit dem Stadion weitergeht.

Stand: 13.10.2017

Hebebühne am Max-Morlock-Stadion in Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

Bürgermeister Christian Vogel (SPD) hat dem Werkausschuss Frankenstadion des Stadtrats sein Instandhaltungskonzept für das Max-Morlock-Stadion vorgelegt: Um den Bundesliga-Spielbetrieb gewährleisten zu können und die Attraktivität der Spielstätte zu erhalten, seien in den nächsten 20 Jahren jeweils 1,8 Millionen Euro erforderlich. In den Planungen, die ein Gesamtvolumen von 36 Millionen Euro haben, sind unter anderem die Erneuerung der Trapezdächer, neue Sitzschalen, eine Steigerung der Energieeffizienz und eine Erhöhung der Lichtstärke des Flutlichts einkalkuliert.

Grundlage für Gespräche

Es habe nach der Vorstellung des Instandhaltungskonzeptes einen "intensiven Gedankenaustausch" gegeben, sagte ein Mitarbeiter des Bürgermeisteramtes dem Bayerischen Rundfunk. Auf der Grundlage des Konzeptes könnten nun Gespräche über Alternativen geführt werden – zum Beispiel über die Form, wie das Stadion betrieben wird. Derzeit kümmert sich eine städtische Tochter darum.

Auch, ob der Verkauf des Stadions eine Möglichkeit wäre, könnte diskutiert werden, so der Mitarbeiter. Der Ausgang der noch ausstehenden Gespräche sei aber völlig offen. Die Stadt Nürnberg sei aber nicht in der Lage, ein eigenes, neues Stadion zu bauen. Das sei heute klar geworden.

Kritik von der CSU

Im Vorfeld des Berichts gab sich die CSU-Stadtratsfraktion kampfeslustig. Sie fordert ein Gesamtkonzept für das Stadion.

"1,8 Millionen Euro Baukosten pro Jahr sind eine Menge Geld – dafür, dass keine Weiterentwicklung stattfindet sondern nur der aktuelle Stand erhalten wird. Die Anforderungen in den Ligen und Verbänden steigen, nur den Status quo zu halten, wird auf Dauer nicht reichen."

Max Müller, Sportsprecher der CSU-Fraktion im Nürnberger Stadtrat

Die CSU befürchtet, dass in einigen Jahren doch größere Veränderungen am Stadion vorgenommen werden müssen. Schlimmstenfalls könne es passieren, dass dann schon einige Baumaßnahmen durchgeführt wurden, die man dann wieder einreißen müsse.


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Kommentare

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Ida, Freitag, 13.Oktober, 17:00 Uhr

3.

Fußball(1. u. 2. Liga) sofort verbieten. Man könnte dann auch so viele Polizeieinsätze vermeiden. Es würde sehr viel Geld deutschlandweit gespart.
Das einzige Blöde: die Spiele fürs Volk wurde es nicht mehr geben. Das Volk wäre nicht mehr beschäftigt!

Bernhard, Freitag, 13.Oktober, 12:06 Uhr

2. Es lebe der Breitensport.

Hier werden für etwa 30 - 35 Spieltage im Jahr Millionen ausgegeben.
Als Dank werden dann die Züge verwüstet usw..
Dafür werden Schwimmbäder und andere Anlagen geschlossen.

Frank Heiko, Freitag, 13.Oktober, 11:08 Uhr

1. Endlich reines Fußballstadion für Nürnberg

Die 1,8 Millionen Euro Baukosten pro Jahr für ein veraltetes und nicht mehr zeitgemäßes Stadion, nur um (mehr schlecht als recht)
einigermaßen konkurrenzfähig zu bleiben. Es kommen wahrscheinlich noch andere Kosten dazu, die bereits jetzt schon abzusehen sind. Ich bin der Meinung, endlich ein reines Fußballstadion an gleicher Stelle zu errichten bzw. das vorhandene Stadion Max-Morlock-Stadion
so umzubauen. Auf langer Sicht gesehen für die Stadt Nürnberg und dem 1. FC Nürnberg sicherlich besser bzw. günstiger.