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Landgericht Nürnberg-Fürth Lebenslange Haft für 31-jährigen Messerstecher

Wegen Mordes an seinem Bekannten ist ein 31-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann hat den 54-Jährigen in Nürnberg nach Ansicht des Gerichts mit einem Küchenmesser hinterrücks erstochen.

Stand: 27.07.2016

Fassade des Landgerichts Nürnberg-Fürth | Bild: BR-Studio Franken/Katja Ortlauf

Die Kammer wertete die Tat am Mittwoch (27.07.16) als heimtückischen Mord. Das Motiv konnte nicht geklärt werden, da der Angeklagte bis zuletzt zu den Vorwürfen schwieg. Beide Männer hielten sich damals in der Wohnung einer gemeinsamen Bekannten in Nürnberg auf. Als Polizei und Rettungsdienst eintrafen, war der 54-Jährige bereits tot.

"Kein Zweifel: Mord"

Für den Staatsanwalt bestand schon vor dem Urteil kein Zweifel, dass der Angeklagte sein Opfer Mitte Januar hinterrücks getötet habe, sagte er am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Wie schon in seiner Anklage stufte er die Tat deshalb als Mord ein.

Spontaner Tathergang

Die Verteidigung bestritt dagegen eine Mordabsicht des 31-Jährigen. Man müsse vielmehr von einer "Spontantat" ausgehen. Dennoch müsse sein Mandant mit einer erheblichen Freiheitsstrafe rechnen, er halte aber zwölf Jahre Haft für ausreichend, sagte der Verteidiger vor dem Urteil.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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