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Fränkische Privatbrauereien Kein Imageschaden durch Glyphosat-Diskussion

Die Diskussion um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat im Bier schädigt das Image der Erzeugnisse kleiner Traditionsbrauereien in Franken nicht. Davon ist der Präsident des Verbandes der Privatbrauereien in Bayern überzeugt.

Stand: 25.02.2016

Brauerei-Ausschank-Schild in Bamberg | Bild: picture-alliance/dpa

"Wenn Glyphosat in den Bieren nachweisbar ist, dann in so geringen Mengen, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht in Frage kommt", sagte der Verbandspräsident Gerhard Ilgenfritz aus Rothenburg ob der Tauber im Bayern 1-Gespräch.

Das Umweltinstitut München hatte ein Labor beauftragt, die 14 meistgetrunkenen Biere Deutschlands auf Rückstände des Pestizids zu testen. Untersucht wurde jeweils das absatzstärkste Produkt der 2015 beliebtesten Biermarken in Deutschland. Ausschlaggebend war für das Umweltinstitut die Absatzmenge der Biermarke, von der wiederum jeweils das meistverkaufte Produkt getestet wurde. Bei der Untersuchung, bei der keine der fränkischen Brauereien dabei war, wurden in allen 14 Biersorten Rückstände von Glyphosat gefunden.

Glyphosat schlecht für die Keimfähigkeit des Getreides

Ilgenfritz erklärte weiterhin, dass die Gabe von Glyphosat die Keimfähigkeit des Getreides beeinträchtigen würde, was bei der Sommergerste für die Landwirte nicht wünschenswert sei. Gerade bei den kleineren Brauereien mit ihren Rohstofflieferanten aus der Region sei damit zu rechnen, dass die Landwirte sehr sensibel mit ihrem Gut umgehen, so der Präsident des Verbandes der Privatbrauereien in Bayern.

"Bei einer regionalen Zusammenarbeit von Brauer und Landwirt ist deshalb eine Beeinträchtigung nicht auszuschließen aber wohl geringer."

Gerhard Ilgenfritz, Präsident des Verbandes der Privatbrauereien in Bayern

Allerdings gebe es bislang im Bereich der Privatbrauereien noch zu wenige Untersuchungen, um gezielt Aussagen treffen zu können, so Ilgenfritz.


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Agnes, Donnerstag, 25.Februar, 16:34 Uhr

1. Für mich schon ein Imageschaden - ich trinke diese Bier nicht mehr!

Glyphosat wird von US-Konzern Monsanto hergestellt, deshalb wurde es wahrscheinlich weiter von der CSU genemigt. Monsanto war auch Hersteller von Agent Orang(Vietnam Krieg) - da kommen heute noch verkrüppelte Kinder in der 3. Generation zur Welt! Test haben bewiesen, daß Fehlbildungen im näheren Verwendungsbereich in Deutschland von Glyphosat sich häufen. Diese Erlaubnis der CSU ist UNRECHT! Da ist es dann ehr ein Klacks, wenn G7 Gegner wirklich eine Wiese verwüstet haben sollten. Die CSU verwüstet und vergiftet hier in Bayern mehr!