0

Polizeigewerkschaft fordert Führerschein-Entzug für "Reichsbürger"

Vor rund einer Woche ist bei Georgensgmünd ein Polizist durch einen sogenannten Reichsbürger getötet worden. Nun fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern einen Führerscheinentzug für Anhänger der Bewegung.

Stand: 25.10.2016

Tatort der Schießerei in Georgensgmünd | Bild: News5

Am Mittwoch (19.10.16) hatte ein 49 Jahre alter "Reichsbürger" bei einer Razzia in Georgensgmünd auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) geschossen. Ein 32 Jahre alter Beamter wurde tödlich verletzt, drei weitere Polizisten erlitten Verletzungen. Der Schütze sitzt unter anderem wegen Mordes in Untersuchungshaft.

"Wenn jemand die Rechtsordnung ablehnt, darf er auch keine auf dieser Rechtsordnung beruhenden Erlaubnisscheine besitzen. (…) Auch der Führerschein gehört solchen Menschen entzogen."

Hermann Benker, Chef der bayerische DPolG in einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten

Grenzen von 1937

"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Häufig legen sie dabei die Grenzen von 1937 zugrunde. Daher sprechen sie dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren auch amtliche Bescheide nicht.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

Alle Regionen

Regionen Bayerns Region Unterfranken auswählen Region Mittelfranken auswählen Region Oberfranken auswählen Region Oberpfalz auswählen Region Niederbayern auswählen Region Oberbayern auswählen Region Schwaben auswählen

0