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Mit Federkiel und Bibel Playmobil-Luther knackt die Millionengrenze

Der zum Reformationsjubiläum herausgebrachte Playmobil-Luther hat die Millionen-Grenze geknackt. Im Juni sei die millionste Figur ausgeliefert worden, teilte Spielwarenhersteller Geobra Brandstätter in Zirndorf im Landkreis Fürth mit.

Stand: 20.06.2017

Der Reformator ist mit Federkiel, aufgeschlagener Bibel und schwarzem Talar dargestellt. Luther sei die erfolgreichste Playmobil-Einzelfigur in der Geschichte des Unternehmens, hieß es aus Zirndorf.

Mini-Luther als "Reformationsbotschafter"

In Spielwarenläden ist sie allerdings nicht erhältlich. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte sich vor gut zwei Jahren entschieden, den 7,5 Zentimeter großen Mini-Luther als "Reformationsbotschafter" einzusetzen. Vor allem ausländische Gäste sollten damit während des Lutherjahres 2017 zu einer "religiös-spirituellen Kulturreise" nach Deutschland gelockt werden.

"Wir brauchen auch heute Menschen, die auf der Basis eines starken Glaubens ihrem Gewissen folgen, für ihre Überzeugungen einstehen und Zivilcourage zeigen. Dafür steht Martin Luther."

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland

Erste Auflage schnell vergriffen

Inzwischen gilt die Figur als beliebtes Souvenir und Mitbringsel. Sie ist in Einrichtungen der EKD sowie in der Nürnberger Congress- und Tourismus-Zentrale erhältlich. Da die Startauflage von 34 000 rasch vergriffen war, musste die Luther-Figur mehrfach nachproduziert werden.

"Wo immer ich in der Welt unterwegs bin - sei es in Südafrika oder Ruanda oder den USA - überall begegnet mir die Playmobil-Figur. Die Figur ist kein Klimbim oder lediglich ein Fan-Artikel, wie manche Kritiker behaupten. Eltern kaufen ihren Kindern diese Figur, weil sie spüren, dass sie mehr zu bieten hat als Darth Vader oder Spiderman."

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland


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Kommentare

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Ideeengeberin, Mittwoch, 21.Juni, 08:51 Uhr

3. Vorschlag

Wie wäre es wenn Playmobil nun eine Figur von Obama herstellt, beim ev. Kirchentag war er doch auch eingeladen.
In der einen Hand könnte er den Friedensnobelpreis halten und in der anderen die Todeslisten für die Drohnenmorde.
Die Auflage könnte natürlich auch streng limitiert sein.
Bedford-Strohm würde es sicher freuen.

  • Antwort von Barbara, Mittwoch, 21.Juni, 14:00 Uhr

    Der hatte doch in der einen Hand immer einen Plastikbecher zum Trinken! Diese Unart hat sich leider bei vielen verbreitet, seither laufen immer mehr Leute auf offener Straße mit einem Becher in der Hand herum!

Barbara, Dienstag, 20.Juni, 13:00 Uhr

2. Was würde Jesus dazu sagen?

Hätten die Apostel solchen Schnickschnack unterstützt? Sicher nicht! Mit Scharlatanen und Harlekinen hat das Evangelium nichts zu tun! Die Schreibfeder und die Bibel sind ein falsches Attribut für Luther, weil die Bibel schon zig-mal vor Luther übersetzt war und er selber die Bibel an vielen Stellen nicht korrekt übersetzt hat!. Außerdem nutze er den Buchdruck, den andere vor ihm nicht zur Verbreitung nutzen konnten! Im Ergebnis hat er überhaupt nichts "reformiert", sondern die Einheit der Kirche zerstört!

  • Antwort von websaurier, Mittwoch, 21.Juni, 11:56 Uhr


    Der Playmobil-Luther ist hundert mal besser als irgendeine Märchenfigur der katholischen Kirche...

Hans Holtz, Dienstag, 20.Juni, 12:51 Uhr

1. Dem Hersteller sei Dank!

Wenn sowas nicht etwas Hoffnung gibt in allen enttäuschenden Zukunftsgedanken - dann weiß ich auch nicht...