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Probleme bei der Pflege Bayerischer Pflegegipfel in Nürnberg

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) lädt am Montag zum kleinen Pflegegipfel nach Nürnberg. Etwa 70 Teilnehmer diskutieren, was sich ändern muss, damit die Pflege verbessert werden kann.

Von: Martin Hähnlein

Stand: 23.09.2016

Frau versorgt bettlägerige alte Frau | Bild: picture-alliance/dpa

Schon vorab steht fest: Vor allem die Situation der berufstätigen Pflegenden muss verbessert werden. Deshalb will Gesundheitsministerin Huml die Bedürfnisse aller Beteiligten sammeln. In Diskussionsrunden und Workshops sollen Vertreter der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen, der Pflegeberufe, Kassen und der Einrichtungen Vorschläge erarbeiten. Daraus entsteht dann ein Maßnahmenkatalog.

Branche muss attraktiver werden

Ein weiteres Problem: Die Pflegebranche hat akute Nachwuchssorgen. Schuld daran sind die meist schlechte Bezahlung, die unregelmäßigen Arbeitszeiten und die körperliche Belastung. Ziel des Treffens ist daher auch, Pflegeberufe attraktiver zu machen. In Bayern arbeiten derzeit gut 65.000 Personen in der Pflege, 86 Prozent davon sind Frauen.

Großer Pflegegipfel 2017

Das Treffen dient auch als Vorbereitung für den großen bayerischen Pflegegipfel im Sommer 2017. Dabei soll es auch um die Schwierigkeiten des zweiten Pflegestärkungsgesetzes gehen, das 2015 vom Bundestag verabschiedet worden ist.


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dildoldi, Sonntag, 25.September, 07:44 Uhr

2. Pflegegipfel

Kann mich dem Vorkommentar nur anschließen ! Das Problem wäre relativ einfach zu beheben, aber das würde natürlich Geld kosten, das man nur für seine Kumpels und Kumpelinen grundsätzlich üppig zur Verfügung hat. Als erstes müsste der sog. Pflegeschlüssel geändert werden ( das ist das Verhältnis von Pflegekräften zu den zu Pflegenden, liegt momentan m.W. bei 6,8), und dann wäre eine Gehaltserhöhung für Pflegekräfte sicherlich auch nicht hinderlich. Aber so wie ich die Sache einschätze, wirds darauf hinauslaufen, dass man sich unrealistische Konzepte ausdenkt, bestimmt so ein Blödsinn wie vermehrte Kontrollen, aber alles darf ja nichts kosten, wetten dass ? Und man wird sich für innovative Konzepte feiern lassen, die nicht praktikabel sind. Es geht schliesslich nicht um eine Verbesserung der Lage für Pflegekräfte oder zu Pflegende, sondern um eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Pflegeheime. Alles andere ist schlicht und einfach gelogen. Übrigens: ich bin Pflegekraft.

MfG

Depp vom Dienst, Samstag, 24.September, 14:52 Uhr

1. Pflegegipfel

Das ist doch der Gipfel!!!!!
Jahrelang wird der erbärmliche Zustand bei der Pflege - Zuhause von Angehörigen, oder in Pflegeheimen von überfordertem Personal - von den verantwortlichen Stellen ignoriert und totgeschwiegen!
Das dumme Wahlvieh wird an der Nase herum geführt, indem dieser Pflege-TÜV als objektiver Nachweis von Pflege-Qualität eingeführt wird!

Und jetzt kommt wieder ein Pflegegipfel! Wieder setzen sich Fachleute und Politiker zusammen! Und was wird wieder heraus kommen? Außer Spesen nix gewesen! Es wird weder den Pflegebedürftigen noch den Pflegenden geholfen werden. Dafür ist doch nun wirklich kein Geld in der Staats- oder Pflegekasse vorhanden.

Da fragt sich der Steuerzahler: Wo fließen die vielen Beiträge nur hin? Doch nicht etwa in üppige Vergütungen und Boni, in teure Dienstwägen oder in Luxusbüros der Krawattenträger? Weil die Beschäftigten in den Pflegeberufen, oder die Angehörigen, die Zuhause pflegen bekommen es nicht!!!!