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Fotoausstellung in Nürnberg Palästinensischer Fotograf zeigt schöne Seiten des Gazastreifens

Krieg, Leid, Zerstörung – diese Bilder des Gaza-Streifens kennt die ganze Welt. Doch unter dem Titel "Jenseits von Krieg – Alltag in Gaza" zeigt der Fotograf Ezz Al Zanoon in Nürnberg nun die schönen Seiten seiner Heimat.

Stand: 05.02.2018

Lachende Kinder – eine strahlend weiße Braut in den staubigen, engen Gassen von Gaza – zwei Menschen vor einem Riesenrad – Bilder von schönen Momenten, auf denen im Hintergrund dennoch oft Einschusslöcher oder zerstörte Häuser zu sehen sind. Aufgenommen hat sie der erst 25-jährige Palästinenser Ezz Al Zanoon, der schon für das "Wallstreet Journal", "Getty Images" oder "AlJazzeera" gearbeitet hat. Mit seinen Bildern vom Krieg und der Zerstörung in Gaza wurde er international bekannt.

Foto-Ausstellung an Wäscheleinen                 

Doch irgendwann fing er an, auch den Alltag zu fotografieren – für seine zwei Millionen Landsleute. Vor allem den Kindern und jungen Leuten wollte er die schönen Seiten ihrer Heimat zeigen. "Wir haben drei Kriege hinter uns und sehen oft selbst die hübschen Dinge des Alltags nicht mehr." 2016 reiste er deshalb mit einer Pop-up Ausstellung durchs Land und hängte seine Fotos zwischen den Flüchtlingslagern an Wäscheleinen auf. Erstmals ist nun eine Auswahl seiner Bilder in Deutschland zu sehen, vom 5. bis 28. Februar im Foyer des Amtes für Internationale Beziehungen im Heilig-Geist-Haus. Der Eintritt ist frei.


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Realistin1, Dienstag, 06.Februar, 11:02 Uhr

2. Sehr schöne Bilder......

Der Mensch freut sich überall gleich wenn er liebevolle, respektvolle Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt..
Die Bilder sind sehr schön und berühren mich mehr als die grauenvollen gestellten Bilder, man hat den Wunsch diese Freude der Kinder/Erwachsenen zu erhalten.
Gewalt und Elend stossen ab und machen mehr Angst und Wut als dass sie zum Helfen animieren.

Renate E., Montag, 05.Februar, 13:39 Uhr

1. Abschalten von üblichem Frustgeschehen.

Bemerkenswert. Endlich mal keine Bilder, die uns zum Spenden animieren wollen. Sowas hat man hauptsächlich deshalb viel zu selten. Wunderschön auch die Kinderfotos, diese leuchtenden Augen!