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Bahnstrecke Nürnberg-Fürth Züge fahren wieder planmäßig

Die Züge zwischen Nürnberg und Fürth fahren wieder nach Fahrplan. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Die Reparaturen an den beschädigten Kabeln entlang der Bahnstrecke seien bis zum Freitagabend abgeschlossen worden.

Stand: 10.12.2016

Oberleitungsschaden auf der Bahnstrecke Nürnberg/Fürth | Bild: Marco Igini/ToMa Fotografie

Rund 1.100 Meter beschädigtes Material musste entfernt und neu eingesetzt werden. Alle nötigen Funktionsprüfungen, Messungen und Tests an den Anlagen und in den Stellwerken konnten Bahntechniker noch Freitagabend (09.12.16) durchführen, heißt es in einer Mitteilung der Bahn.

Ursache unklar

Ein Kurzschluss an der Oberleitung hatte am Mittwoch (07.12.16) die Kabel der Leit- und Sicherheitstechnik beschädigt. Daher konnten keine Signale geschaltet oder Weichen auf der Strecke umgestellt werden. Der Grund für den Kurzschluss ist noch unklar. Drei der vier Gleise konnten am Freitag wieder befahren werden. Wegen der fehlenden Leit- und Sicherheitstechnik durften allerdings nur Fernverkehrszüge mit großem Abstand und mit maximal 50 Stundenkilometern fahren. Normalerweise fahren Züge auf dieser Strecke bis zu 140 Stundenkilometer. Fernverbindungen aus Hamburg wurden über Ansbach umgeleitet.

Bahn entschuldigt sich

Fahrgäste des Nahverkehrs konnten auf U-Bahnen umsteigen. Die Nürnberger Verkehrsbetriebe (VAG) setzten mehr Züge ein. Den materiellen Schaden konnte die Deutsche Bahn zunächst nicht beziffern. Die Deutsche Bahn entschuldigte sich bei allen Bahnreisenden.

Panne bereits am Wochenende

Bereits am vergangenen Wochenende mussten Reisende in Franken Verspätungen in Kauf nehmen. Am Samstag wurde die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg wegen eines Oberleitungsschadens im Bahnhof Erlangen gesperrt. Beeinträchtigt waren Regional- und Fernverbindungen sowie eine S-Bahnlinie. Erst am Abend wurde die Strecke wieder freigegeben.

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Kommentare

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Hermann, Samstag, 10.Dezember, 11:02 Uhr

13. Zugverkehr Nürnberg - Fürth

Schön, dass die Züge wieder zwischen Nürnberg und Fürth fahren. Ich war selbst Betroffener von dieser Störung und muss feststellen, so schlimm, wie es dargestellt wird, war es für die Fahrgäste nicht. Die Fahrgäste konnten die fast parallel verkehrende U-Bahn benutzen, auf den meisten Anzeigern wurde darauf hingewiesen, auch kamen alle paar Minuten Durchsagen. Nur gab es Fahrgäste, die waren mit ihren I-Phones beschäftigt oder haben einfach nur auf die Bahn geschimpft anstatt auf die Ansagen zu achten. Die haben natürlich nichts mitgekriegt und beschweren sich dann über die schlechten oder ausbleibenden Informationen der Bahn.

Die Berichterstattung der Bayerischen Rundfunks muss man da auch mal kritisieren. Das wurde für die Fahrgäste dramatischer dargestellt als es eigentlich war. Woher bekommt der BR seine Informationen? Vielleicht von ein paar aufgebrachten Fahrgästen? Außerdem: Die Züge zwischen Nürnberg und Fürth fahren nicht bis zu 140 km/h, sondern 160 km/h.

  • Antwort von Matthias, Samstag, 10.Dezember, 11:35 Uhr

    Stimmt, gut und schön, dass diese Störung behoben ist! - Und noch eines vorweg: ich bin (man traut sich das kaum sagen!) begeisterter Bahnfahrer -
    ABER:
    es stimmt eben nicht, dass man informiert wurde - und alle paar Minuten schon gar nicht! Gut also, dass es Smartphones GIBT!!!!
    Wie unten beschrieben: ich kam nacht nach 23:00 in Nürnberg an, also über 6 Stunden, nachdem der Fehler passiert - und es gab absolut NULL Informationen. Der Zugführer (nicht zu verwechseln mit dem LOK-Führer!!) kam kein einziges Mal durch, keine Ansage im Zug und am Bahnsteig nur die Hinweise auf fahrende Züge, sonst nichts!
    DAS ist das, was viele hier der Bahn in solchen Fällen vorwerfen: kein Krisen-Management, keine Information, lieber wegducken und jedweden Fragen aus dem Weg gehen.
    Respekt und Anerkennung für diejenigen, die die letzten Tage, vor allem Nächte bei der Kälte draußen geschuftet haben, dass nun alles wieder läuft!
    (Was solls - ist doch egal ob 140 oder 160, auf dem kurzen Abschnitt!)

  • Antwort von Monja, Samstag, 10.Dezember, 11:52 Uhr

    Hab die Aufregung auch nicht verstanden! Alle paar Minuten fährt eine U-Bahn nach Fürth; die braucht maximal 20 Minuten. War sicher etwas überfüllter als sonst, aber das kann man auch mal aushalten.

Andreas Reetz, Samstag, 10.Dezember, 05:54 Uhr

12. Seltsame Presse-Meldung

Sie schreiben: Wegen der fehlenden Leit- und Sicherheitstechnik durften allerdings nur Fernverkehrszüge mit großem Abstand und mit maximal 50 Stundenkilometern fahren.

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen das ich Fernverkehrszüge über den Nürnberger Güterbahnhof umgleitet wurden.

Verspätung > 50 Minuten!

Was mich besonders ärgert sind die schlechten Informationen der Bahn. Weder die Bahn-App noch die Anzeigen im Bahnhof, noch die Durchsagen im Zug (die es meist nicht gibt) ermöglichen eine Reise-Plannung. Ich bin bereits gewöhnt das aus 5 Minuten in der Regel 10 Minuten werdem aber das aus 10 Minuten 50 Minuten werden ist wirklich heftig.

Ich kann es mir nur mit dem Personalabbau erklären!
Liebe Bahn auch für euch gilt: Billig wird meist Teuer

Und noch einen Verbesserungsvorschlag an die Bahn: Online Fomulare für Fahrgastrechten wären eine echte Erleichterung! (ich muß gerade 5 Fomulare ausfüllen :-( ).

Huhle, Freitag, 09.Dezember, 11:34 Uhr

11. Oberleitungsschaden Nürnberg-Fürth

Betriebsstörungen können passieren. Die Reparatur des Schadens kann gegebenfalls längere zeit in Anspruch nehmen.
Nicht akzeptabel ist das Störungsmanagement!
Hier ist die db völlig überfordert. Oder wohl wohl mehr mit sich selbt beschäftigt?
Wie ist es möglich, daß bei einer Streckenstörung zwischen Nürnberg und Fürth, ein ICE der planmäßig nur von Nürnberg nach München fährt, nicht bereitgestellt werden kann?
Hier hat die db noch erheblichen Nachholebedarf.

  • Antwort von Klabuster, Montag, 12.Dezember, 01:59 Uhr

    Wenn der ICE von N nach MÜ erst über Fürth kommend bereitgestellt werden kann hauts halt nicht hin.

Wolfgang Höhn, Freitag, 09.Dezember, 10:11 Uhr

10. Oberleitungsschaden Strecke Nürnberg-Fürth

Was ich, als Elektroingenieur beim besten Willen nicht verstehen kann, wieso dauert denn die Reparatur so lange?
Der Schaden kann doch gar nicht gross genug sein, dass nicht die Reparatur innert eines Tages erfolgt?
Mit den heutigen Mitteln im hochtechnologisierten Deutschland.
Insbesondere sollte man doch an einer deutschen Hauptstrecke alle verfügbaren Reparaturkräfte in Bewegung setzen
Vorausgesetzt natürlich, man bemüht sich ernsthaft....und genau darin befürchte ich das Problem.
Ich befürchte, die Bahn hat das Instandsetzungspersonal so stark abgebaut, dass einfach keine Reparaturkräfte frei sind
und allein von daher die Verzögerung kommt...

Im übrigen, wäre im Flugverkehr die Wartung ebenso mangelhaft, die Störungen ebenso häufig wie im Bahnverkehr, würden die Flugzeuge reihenweise abstürzen...

Kimothic , Freitag, 09.Dezember, 00:18 Uhr

9. Jubiläum

Fast exakt 181 Jahre nach der ersten Fahrt der Adler zwischen Nürnberg und Fürth! :)