11

"Die Mauer muss weg!" Kulturaktivisten wollen gegen Engstirnigkeit vorgehen

Bei einem ersten Treffen haben die Kulturaktivisten des Bündnisses "Noris ohne Mauer" ihr Projekt vorgestellt. Ihre Forderung: Die Stadt soll die zeitgenössische Kunst stärker fördern. Sonst wird die Stadtmauer – als Symbol für Engstirnigkeit – fallen.

Von: Karin Goeckel

Stand: 19.05.2017

"Die Mauer muss weg!": Mit dieser provokanten Forderung will das Bündnis die Aufmerksamkeit der Nürnberger Stadtregierung auf sich ziehen. Denn die zeitgenössische Kunst sehen die Aktivisten noch nicht genügend gefördert – und das immerhin in Zeiten, in denen sich Nürnberg als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 bewirbt.

Stadt ohne Mauern

Als Gegenpol hat das Bündnis die Nürnberger Stadtmauer ausgemacht – als Symbol für Rückwärtsgewandtheit und Kleingeistigkeit. Auch das Kulturverständnis in der Stadt sei davon geprägt, so die Künstler. Rund 50 Kulturinteressierte waren zu dem Treffen gekommen. Gemeinsam haben sie Ideen für eine Stadt ohne Mauern gesammelt und sich vernetzt.

Ultimatum an die Stadt

Der Stadt haben die Künstler ein Ultimatum gesetzt: Bis zum 31. Mai soll die die Nürnberger Stadtregierung ein deutliches Zeichen setzen – für eine von Mauern befreite Stadt. Sonst würden die Aktivisten selbst am 1. Juni Hand anlegen. Was sie nach Ablauf des Ultimatums konkret planen, ist aber noch unklar.

"Wir werden am 1. Juni aktiv werden."

Tobias Lindemann vom Bündnis 'Noris ohne Mauer'

Das Manifest und die Forderungen der Aktivisten sind auf der Internetseite des Aktionsbündnisses zu lesen.


11

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Daniel Halbig, Samstag, 20.Mai, 17:07 Uhr

3. Was ist schon Schön?

Was ist Kunst? Welchen Adressaten hat Kunst und Satire?
Warum sollte eine intellektuelle Zeitgeistkritik nur in Berlin geführt werden dürfen @Herr oder Frau as?

Meiner bescheidenen Meinung nach leistet sich eine Gesellschaft Künstler und Satiriker u.A. deshalb um von Zeit zu Zeit den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Sie stellen ein wichtiges Korrektiv da, legen auch mal den Finger in die Wunde und eröffnen im Idealfall neue Perspektiven. Das das vielleicht nicht unbedingt nur schön ist, was man da entdeckt ist Ziel der Sache. Die Frage ist eher, was man mit der Erkenntnis anstellt.

Begriffsklärung: Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung. Friedrich Schiller hat das mal so formuliert: die Satire stellt die mangelbehaftete Wirklichkeit dem Ideal gegenüber.

as, Freitag, 19.Mai, 14:06 Uhr

2. Ist das Erpressung?

Ich würde das Erpressung einer Stadtverwaltung nennen.
Habe in ganz Nürnberg noch keine zeitgenössische Kunst gesehen, die einen vom Hocker haut. Da ist Nürnberg halt doch noch Provinz.
Warum gehen die Küstler nicht in die weite Welt, wo man sich um ihre KUNST reißt?!

dildoldi, Freitag, 19.Mai, 10:52 Uhr

1. Kulturaktivisten...?

Aber wenn die Stadt deren "Kunst" fördert, will heissen, Kohle rausrückt, ist alles paletti, oder wie ? Mein Ratschlag an die "Künstler" : verhökert eure "Kunst" am heiligen Hurra Markt ! Ach, da will aber keiner euren Murks, den ihr selbst zur Kunst erklärt habt, zeitgenössisch natürlich, da steht der Aspekt "können" eben nicht mehr im Vordergrund, haben ? Na dann künstlert halt mehr ! Der Stadt ein Ultimatum stellen ? Die Hand beissen, die einen füttert ? Na dann werdet mal schön aktiv, aber versucht wenigstens, nicht den Normalbürger, den eure "Kunst" nicht die Bohne interessiert, in Frieden zu lassen und nicht zu behindern. Sonst könnte der evtl. bei euch aktiv werden und zurück aktivieren. Wenn ihr mehr Geld wollt, findet Sponsoren ! Und schröpft nicht schon wieder den Steuerzahler !

MfG