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Nach Silvester-Übergriffen Nürnberger Polizei verstärkt Präsenz

Die Nürnberger Polizei wird nach den Ereignissen in der Silvesternacht ihr Einsatzkonzept anpassen. Schon zu den Großveranstaltungen an Fasching solle mehr Polizei auf der Straße sein. Außerdem wird die Videoüberwachung ausgebaut.

Stand: 27.01.2016

Polizisten in Menschenmenge | Bild: picture-alliance/dpa

Zudem müssten die Veranstalter mehr Sicherheitspersonal einsetzen, erklärte Polizeipräsident Johannes Rast am Mittwoch (27.01.16) im Nürnberger Stadtrat. Ziel müsse es sein, Beweise zu sichern und Störer festzunehmen.

Dies sei bei den Übergriffen am Silvesterabend in Nürnberg nicht möglich gewesen, räumte Rast ein. Die Sonderkommission der Polizei habe noch keine Hinweise auf mögliche Täter. An Silvester hatten laut Rast in vier Fällen Gruppen von 20 bis 30 jungen Männern Frauen sexuell belästigt.

Mehr Kameras

Einig sind sich die großen Parteien im Stadtrat, dass die Videoüberwachung an den neuralgischen Punkten wie dem Hauptbahnhof und dem Plärrer verstärkt werden soll. Ob weitere Orte überwacht werden, will der Stadtrat in den nächsten Wochen entscheiden.

Kleiner Waffenschein sehr gefragt

in den ersten Wochen des Jahres sind bereits mehr als 300 kleine Waffenscheine beantragt worden, erklärte die Leiterin des Ordnungsamts, Katrin Kurr. Im gesamten vergangenen Jahr waren es nur 161 Anträge. Der kleine Waffenschein berechtigt dazu, Gaswaffen in der Öffentlichkeit zu tragen. Für die Behördenleiterin sind die Waffenschein-Zahlen „Anzeichen eines gesunkenen subjektiven Sicherheitsgefühls in weiten Teilen der Bevölkerung“.

Alkohol zu billig?

Bei den Polizeieinsätzen in den vergangenen Wochen in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber in Nürnberg sei meist Alkohol im Spiel gewesen. Das sagte Nürnbergs Sozialreferent Rainer Prölß (SPD) im Stadtrat. Alkohol sei viel zu leicht erreichbar. "Wenn eine Flasche Wodka vier oder fünf Euro kostet, dann bringt auch eine angedachte Kürzung von Taschengeld nichts", sagte Prölß den Stadträten, die die Sicherheitslage in der Stadt diskutierten.

Die Streitigkeiten, die die Polizei oft mit großem Personaleinsatz schlichten müsse, entzündeten sich häufig an Kleinigkeiten wie beispielsweise einem Streit um Ladekabel für Handys, erläuterte Mittelfrankens Polizeipräsident Johannes Rast. Straftaten von Asylbewerbern auf Menschen außerhalb der Unterkünfte seien die absolute Ausnahme, so Mittelfrankens oberster Polizist. Allerdings stelle die Polizei bei Flüchtlingen Delikte wie Ladendiebstahl und Schwarzfahren

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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