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Werbekampagne gestartet Bayerische Polizei sucht neue IT-Kräfte

Die bayerische Polizei will mehr IT-Fachkräfte haben – deswegen startet das Innenministerium nun eine Werbekampagne, um neue Mitarbeiter zu finden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sie in Nürnberg vorgestellt.

Von: Henry Lai

Stand: 02.08.2017

Polizei-Einsatzzentrale in Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

"Wir brauchen hochqualifizierte und engagierte IT-Professionals, die sich zum Beispiel in der Entwicklung und Integration von Software, der System- und Kommunikationstechnik oder der IT-Sicherheit einbringen", sagte Joachim Herrmann in Nürnberg.

Neben Entwicklern sucht die Polizei auch sogenannte IT-Forensiker – also Mitarbeiter, die Passwörter knacken und aufspüren können, auf welchem Weg sich Viren und Trojaner verbreitet haben.

"Unsere IT-Forensiker gehen auf die Suche nach den 'Netzwerkspuren' der Täter."

Joachim Herrmann (CSU), Bayerns Innenminister

Außerdem werden sogenannte IT-Kriminalisten gesucht. Das sind IT-Spezialisten, die innerhalb eines Jahres zu Polizeibeamten ausgebildet werden.

Neue Stellen bei der Polizei

Nach Angaben des Innenministeriums sind in diesem Jahr 200 neue Stellen bei der bayerischen Polizei für IT-Fachkräfte geschaffen worden, 65 neue IT-Kriminalisten wurden bereits eingestellt. In den kommenden Jahren soll die Zahl noch weiter erhöht werden. Bisher arbeiten mehr als 300 Spezialisten bei der Polizei, so das Ministerium.

Bayerisches Bezahlungsproblem

Bayern bräuchte "langfristig genügend Bewerber, um die Besten für uns gewinnen zu können", so Herrmann. Ein Problem könnte die Bezahlung sein: Die IT-Fachkräfte der Polizei werden nach Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder bezahlt. Ein IT-Kriminalist mit abgeschlossenem Informatik-Studium würde beim Einstieg etwa 2.700 Euro brutto erhalten – in der Privatwirtschaft wären es – je nach Unternehmensgröße und Qualifikation – durchschnittlich rund 3.400 Euro Einstiegsgehalt.


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