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Surfen in Nürnberg Baugenehmigung für Dauerwelle kurz vor Unterzeichnung

Wellenreiten auf der Pegnitz in Nürnberg – eine künstliche Welle soll das künftig möglich machen. Die Baugenehmigung für das Projekt soll in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. Damit der Traum aber wahr wird, muss noch das nötige Geld zusammenkommen.

Von: Laura Grun

Stand: 20.04.2017

Geplante Dauerwelle in Nürnberg | Bild: BR / Nicole Schmitt

Der Entwurf der Baugenehmigung liegt vor. "Wir werden nur noch ein paar Feinheiten korrigieren", sagte Marcel Drescher, zweiter Vorstand des Vereins Nürnberger Dauerwelle, bei einem Ortstermin am Wunschstandort der stehenden Welle. Die Welle soll Sportlern die Möglichkeit bieten, auf der Pegnitz zu surfen, was bereits in München im Eisbach seit Jahren schon begeisterte Anhänger findet.

Eine Welle für alle Bedürfnisse

Der Wellenkanal soll 60 Meter lang werden.

Die Besonderheit an der Nürnberger Welle: Sie ist einstellbar. Bauingenieur Michael Müller, der für die technische Planung der stehenden Welle zuständig ist, erklärt: "Die Nürnberger Welle ist so konstruiert, dass man sie auf verschiedene Bedürfnisse einstellen kann – nämlich steiler oder flacher, überbrechend oder glatt – je nachdem ob sie Surfer oder Kanuten fahren wollen." Solch eine künstlich angelegte Welle gebe es bisher nur in Prag und Salzburg, hob Markus Söder (CSU), Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, hervor. Sein Ministerium unterstützt die Welle mit 250.000 Euro.

Gestiegene Kosten

Am sogenannten Fuchsloch soll die Dauerwelle entstehen.

Die geschätzten Kosten sind von 500.000 Euro auf bis zu 700.000 Euro angestiegen. Der Grund dafür sei ein Standortwechsel, so Roland Amon, Schatzmeister des Vereins Dauerwelle. Denn ursprünglich sollte die Welle an der Theodor-Heuss-Brücke entstehen. Nun soll der 60 Meter lange Wellenkanal im sogenannten Fuchsloch im Nürnberger Stadtteil Doos gebaut werden.  

Crowdfunding Kampagne im November

Zusätzlich zu den Geldern aus Söders Ministerium wollen die Organisatoren Sponsoren finden. Außerdem ist ab November eine weltweite Crowdfunding-Kampagne geplant. Söder richtete einen Appell an die Stadt Nürnberg, sich ebenfalls zu beteiligen, denn Sport sei nicht nur Fußball und Eishockey.


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