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Kampagne gegen Müll Nürnberg kämpft gegen Einwegbecher

Die Stadt Nürnberg will eine groß angelegte Kampagne gegen Einweg-Becher starten. 50.000 dieser Becher landen in Nürnberg jeden Tag im Müll. Ein erstes Konzept ist nun auf den Weg gebracht worden. Von Sophia Ruhstorfer

Stand: 05.10.2017

Kaffeebecher auf Straße | Bild: picture-alliance/dpa

Die Kampagne soll ab Februar 2018 starten. Das wurde im Werkausschuss "Abfallwirtschaftsbetrieb" des Stadtrats beschlossen. Pro Jahr werden in Nürnberg 18 Millionen sogenannter To-Go-Becher benutzt und weggeworfen. Die Stadt will mit ihrer Kampagne eine Verhaltensänderung der Bürger erreichen.

"Es sollen großflächig provokative Plakate angebracht werden, die dem Image der Papp-Becher einen negativen Haken verpassen."

Peter Pluschke, Umweltreferent der Stadt Nürnberg (Grüne)

Auf Litfaßsäulen, in sozialen Netzwerken oder in U-Bahnhöfen will die Stadt außerdem für Mehrweg-Becher werben. Auch Cafés, Bäckereien und andere Gastronomie-Betriebe sollen ins Boot geholt werden, so Pluschke. Die Stadt selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und in Kantinen, Schulen oder Büchereien keine To-Go-Becher mehr ausgeben. Das Umweltreferat rechnet derzeit mit Kosten im unteren sechsstelligen Bereich für die Kampagne. Grüne und Freie Wähler im Stadtrat hatten in diesem Jahr Anträge für eine Anti-Papp-Becher-Kampagne eingereicht.


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websaurier, Donnerstag, 05.Oktober, 14:22 Uhr

15. Armselig...


In meiner Studienzeit vor xx Jahren sind wir bereits mit dem eigenen Kaffeebecher in die Cafeteria marschiert, um keine Papp/Plastikbecher zu verschwenden...
Heute, viele Jahre später haben wir nur Schritte zurück gemacht und produzieren Müll ohne Ende.
Und dieses als angeblich intelligentestes Lebewesen auf diesem Planeten.

Die armseligen Pappbechernutzer sollten mal in den Spiegel schauen; Schämt Euch ihr Flaschen

Weg mit den MACS, Donnerstag, 05.Oktober, 13:55 Uhr

14. Spart Euch Kampagnen

Warum dürfen denn diese überflüssigen Amiketten ihren ueberteuerten Kram überhaupt in Einweggebinden abgeben?
Das ist doch die zentrale Frage.
Unsere Politiker hätten es in der Hand, dem einen Riegel vorzuschieben, sofern sie entschlossen waeren und auch durchsetzungsfaehig.
Aber genau daran mangelt es den Herrschaften - sie haben einfach keinen
Mut!

  • Antwort von as, Donnerstag, 05.Oktober, 14:37 Uhr

    Diese Amerikahörigkeit werden wir leider dank unserer "TTIP Globalisierungsmutti" weiter erleben, mit und ohne Trump. Leider ist sie ja wieder gewählt worden!

  • Antwort von Blechmann13, Freitag, 06.Oktober, 06:29 Uhr

    @MACS

    "Mut" ist das falsche Wort.
    Tauschen sie es durch "Steuereinnahmen", dann passt es.

    mfg

ToGo braucht kein Mensch, Donnerstag, 05.Oktober, 12:29 Uhr

13. Rigoros verbieten

Diese schwachsinnigen Kaffeekapseln und ToGo-Becher gehören rigoros verboten. Wir Menschen produzieren zuviel Müll und dann werden diese sinnlosen Produkte verboten. So einfach ist das. Wo sind unsere hoch bezahlten Umwelt- und Verbraucherminister? Das wären doch deren Kernthemen!
Diätenerhöhungen werden doch auch ganz flux beschlossen und umgesetzt.
Warum also kein Verbot von Plastik in gewissen Bereichen und diese sinnlosen Lifestyleartikel.

Diese Plakate sind so sinnlos, wie diese teueren Tempohinweis-Kampagnen an Autobahnen. Der Mensch in nicht einsichtig, er ist von Grund auf egoistisch, er braucht Regeln und Verbote.
Und wenn vielleicht mal eine Stadt Rückgrat zeigt, folgen vielleicht andere.

Münchner, Donnerstag, 05.Oktober, 10:53 Uhr

12. Wichtig ist,

dass wenn man was dagegen unternehmen will, dass man dann eine Abgabe/Steuer verlangt auf die Pappeinwegbecher und nicht ein Pfand, was man dann wiederbekommt bei Rückgabe irgendwo. Dass Pfand auf die Einwegpfandflaschen hat nämlich nur dazu geführt dass die nicht mehr rumliegen in der Landschaft, für die Mehrwegquote hats nichts gebracht, eher das Gegenteil.

  • Antwort von Blechmann13, Donnerstag, 05.Oktober, 12:30 Uhr

    "Pfand" wäre auch Unsinn bei "Pappbechern", nein, man zahlt einfach den realen Entsorgungspreis obendrauf.
    Im Waschmittelpreis ist auch ein ordentlicher Obulus im Verkaufspreis enthalten, der den Aufwand für die Entsorgung (Kläranlage) gleich mit eingerechnet.

    Da der Großteil heutiger Flaschen aus Kunststoff besteht, ist ein "Mehrweg" dieser sowieso Quatsch.
    "Mehrwegflaschen" in Form von Glas, sind sogar schlechter, da größer im Gewicht und im Volumen (in LKW passt weniger rein = mehr LKW für Transport sind nötig).
    Außerdem wird für die Reinigung der Merhwegflaschen auch eine Menge Wasser und Energie benötigt.

    Glas "zerdeppern" ist auch eine ganz schlechte Idee, da für deren Wiederverwertung in Form neuer Flaschen sehr hohe Temperaturen (= Energie) benötigt werden.

    mfg

  • Antwort von Münchner, Donnerstag, 05.Oktober, 15:08 Uhr

    @Bkechmann13 Mehrweg aus Glas ist das beste. Eine Glasflasche kann bis zu 50 mal wiederbefüllt werden, danach wird sie geschmolzen und eine neue draus gemacht. Plastikeinwegflaschen haben einen viel höheren Energieaufwand, weil ja 50 Plastikflaschen für eine Glasmehrwegflasche produziert werden müssen.

  • Antwort von Blechmann13, Freitag, 06.Oktober, 06:59 Uhr

    @Münchner

    Sie vergessen den Transportweg, der oftmals dutzende, wenn nicht sogar hunderte von Kilometern beträgt.
    In Zeiten von Diesel-LKW eine ganz schlechte Idee!
    Das 50x Wiederverwenden heißt min. 100x die Kästen hin und her zu transportieren, und oftmals gehen diese ja noch nicht einmal den direkten Weg!
    Und das der Sprit billig ist, heißt nicht, dass die Energiebilanz gut ist...
    Außerdem benötigen sie zum schmelzen dieses Kunststoffs nur ca. 250°, für Glas das min. 6-fache, mal abgesehen vom größeren Aufwand Glas zu formen.

    Ich zitiere mal Wiki:

    Welche Option energetisch und ökologisch sinnvoller ist, hängt von diversen Faktoren ab, etwa:

    Länge des Transportweges (wobei Altglas zunächst günstiger zu transportieren ist)
    Aufwand der Aufbereitung (etwa Sortieren/Reinigung/Spülen gegenüber Einschmelzen und Neuformung)
    Die Wiederbefüllung ist nur bei standardisierten Formen möglich.
    (Kosten für) Energieträger, etwa Erdgas, Wasser und Strom

Truderinger, Donnerstag, 05.Oktober, 10:50 Uhr

11.

Wenn es denn schon so schwierig ist, sich der amerikanischen Kaffee-Subkultur, nach der man permanent mit einem Becher in der Hand rumlaufen muss, zu entziehen, kann man sich dann nicht einfach einen Porzellan-Becher zulegen? Die Dinger kosten um die 10 Euro. Starbuck's und Co. müssten lediglich 50 Cent pro Pappbecher zusätzlich verlangen und bereits nach einem Monat hat sich der Porzellanbecher rentiert.