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Nürnberger Bahnhofsplatz Staus und Behinderungen wegen Umbau

Weil der Nürnberger Bahnhofsplatz umgestaltet wird, müssen Autofahrer ab kommendem Montag mit massiven Verkehrsbehinderungen rechnen. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen.

Von: Tina Wenzel

Stand: 20.04.2017

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) hat am Donnerstag (20.04.2017) zusammen mit Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD) die geplanten Baumaßnahmen vorgestellt und über die Verkehrssituation informiert. Sowohl Autofahrer als auch Radfahrer und Fußgänger werden betroffen sein.

"Das wird für alle Beteiligten nicht einfach werden. Der Bahnhofsplatz ist der zentrale Knotenpunkt in der Nürnberger Innenstadt – für die Bauarbeiten werden aber ganze Fahrspuren wegfallen müssen."

André Winkel, Sprecher von SÖR

Zudem verschärft sich ab Juni die Parkplatzsituation am Bahnhof. Die Post muss aus dem alten Hauptpost-Gebäude in Container ziehen, die auf dem Taxi-Parkplatz vor dem Hauptbahnhof stehen. Die Taxen müssen auf die öffentlichen Parkplätze vor dem Bahnhof wechseln. Diese fallen dann weg. Ausweichmöglichkeiten für Parkplatzsuchende sind das Parkhaus im Osten des Bahnhofs oder der Parkplatz am Nelson-Mandela-Platz hinter dem Bahnhof.

Oberirdisch vom Bahnhof in die Altstadt

Über den Fußgägnerüberweg direkt in die Nürnberger Altstadt

Die Umbauarbeiten am Bahnhofsplatz dauern voraussichtlich bis November 2017. Bis zum Beginn des Nürnberger Christkindlesmarktes soll alles fertig sein, sagte André Winkel, der Sprecher von SÖR. Dann werden Fußgänger oberirdisch direkt in die Nürnberger Altstadt laufen können, bisher nutzen sie die Unterführung Königstor-Passage. "Wichtig ist uns auch der barrierefreie Ausbau der Bahnsteige bei Straßenbahnen und Bussen", so Winkel weiter. Zudem sollen neue Fahrradparkplätze und breitere Radwege entstehen.


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Robert, Freitag, 21.April, 18:33 Uhr

5. Warum nur?

Was war denn an der Tunnelunterführung schlecht? Man konnte ohne an Ampeln warten zu müssen und ohne auf Autoverkehr achten zu müssen oder diesen zu behindern direkt vom Bahnhof in die Altstadt. Für Rollstuhlfahrer gibt's Aufzüge. Ich befürchte, hier wird sinnlos Geld zum Fenster hinausgeschmissen und am Ende hat man zwar einen neuen tollen Bahnhofsplatz aber die Situation wird für Fußgänger wie Autofahrer schlechter.
Man sollte mal die Beziehung zwischen Entscheidern und Baufirmen Prüfen...

  • Antwort von dildoldi, Samstag, 22.April, 06:42 Uhr

    Ihr letzter Satz triffts wohl am Besten, leider wird das wohl ein Wunsch bleiben. Wenn man sich die Begründung der Verantwortlichen anhört, kann man sich nur an den Kopf fassen und fragen : " Glaubt ihr diesen S.....ß wirklich ?" Um einer kleinen Minderheit etwas mehr Bequemlichkeit zu verschaffen, wird die grosse Mehrheit belästigt und behindert. Dieses Ziel hätte man auch erheblich billiger mit viel weniger Aufwand haben können. Das soll soziale Demokratie sein ? Ich nenne sowas rücksichtslose Willkür ! Und dann die Tipps : auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, ja, ganz bestimmt - wenn die es schaffen, sowas wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zu entwickeln ! Innenstadt umfahren ? Klar, machen die anderen ja auch alle weil sie es müssen, dann stauen wir halt gemeinsam beim Umfahren. Hier wird völlig ohne Not Chaos verursacht, von Leuten, die schlicht und einfach fachlich und sozial inkompetent sind. Ich hoffe, man denkt bei der nächsten Kommunalwahl daran !

    MfG

Gittl, Freitag, 21.April, 17:54 Uhr

4. Umbau des Bahnhofvorplatzes in Nürnberg

Guten Tag liebe Mitbürger,
was soll diese unsinnige Maßnahme? WER hat so etwas entschieden? Erst werden Berufspendler und Lieferverkehr während der Bauzeit ausgebremst und anschließend, wenn alles fertig ist, können zwar die Fußgänger ebenerdig über die Straße gehen, um zum Bahnhofsgebäude zu gelangen. Hier allerdings werden die Ampeln oft "ROT" für die Autofahrer anzeigen.
Was das bedeutet ist klar: noch mehr ABGASE und REIFEN-ABRIEB, noch mehr FEINSTAUB, noch höherer BENZINVERBRAUCH ! Und vor allen Dingen: noch mehr STAUS ! Ich möchte nur daran erinnern, dass sich bei Staus auf diesen nicht gerade breiten Spuren auch "KEIN VORWÄRTSKOMMEN für RETTUNGSDIENSTE" ergeben wird.
Aber ich behaupte nun, dass das von den Verantwortlichen alles so gewollt ist. Hoffentlich stehen auch unsere Herrn Politiker im zukünftigen, nicht abwendbaren Stau und kommen nicht weiter. Vielleicht überlegen sie dann, was sie da angerichtet haben...

Peter, Freitag, 21.April, 10:15 Uhr

3.

Wir haben nur 1,6 Milliarden Schulden. Da geht noch was...

dildoldi, Freitag, 21.April, 07:22 Uhr

2. Umbau des Bahnhofsvorplatzes

Ich frage mich, wer auf solche Schnapsideen kommt ? War das notwendig ? Man schafft ein absehbares Verkehrschaos in der gesamten Innenstadt für mehr als ein halbes Jahr - wofür ? Damit man nicht mehr unterirdisch in die Innenstadt laufen muss ? Für breitere Radwege ? Ist das euer Ernst ? Was war an der aktuellen Situation denn so unerträglich ? Eigentlich gäbe es da nur eins - abwählen ! Aber bis dahin ist alles vergessen. Ach ja, fertig bis Weihnachten ? Nie und nimmer - wetten ?

MfG

Nürnberger, Donnerstag, 20.April, 16:29 Uhr

1. unsinnige Maßnahme

Eine Aktion, die viel Geld kostet und am Ende nichts bringt. Warum hat man nicht einen barrierefreien Einstieg in die Straßenbahnen geschaffen, als man vor wenigen Jahren den Platz schon einmal umgestaltet hat? Behindertetengerechte Mobilität war auch damals bereits ein Thema.
Über die Straße in die Altstadt - schön, dass man dann nicht mehr durch die Unterführung muss. Mit weniger Aufwand könnte man diese auch ansprechender gestalten. Aber wohin mit den dort herumlungernden Personen? Das Problem hat die Stadt nicht in den Griff bekommen, wird es auch in Zukunft nicht schaffen und mit der Umleitung der Fußgängerströme wird davon abgelenkt.