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Neustadt an der Aisch Neues Museum und Behörde

Das zuletzt brach gelegene Brauhausareal in Neustadt an der Aisch wird revitalisiert: In dem Gebäudekomplex sollen ein Luftbildmuseum, das größten Luftbildarchiv Deutschlands sowie ein IT-Labor entstehen.

Stand: 10.02.2017

Geißbock in Neustadt an der Aisch | Bild: Neustadt an der Aisch

Das größte und umfassendste Luftbildarchiv Deutschlands wird von München nach Neustadt an der Aisch verlagert. Deutschlandweit wird dabei erstmals ein Luftbildmuseum entstehen. Das gibt das Heimatministerium bekannt. Im sogenannten Brauhausareal in Neustadt an der Aisch sollen Behörde und Museum untergebracht werden. Im gleichen Gebäudekomplex  ist auch ein BayernLab geplant. Das IT-Labor soll digitale Innovationen und modernste Technik zum Anfassen und Ausprobieren – kostenfrei und für Jedermann bieten. Heute unterzeichneten die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) die Mietverträge für Behörde, Museum und das BayernLab.

Zehn neue Arbeitsplätze


Das Brauhausareal in Neustadt an der Aisch war zuletzt brachgelegen und wird nun durch einen privaten Investor revitalisiert. Der Freistaat mietet insgesamt mehr als 1.900 Quadratmeter Fläche an. Rund 430 Quadratmeter davon sollen Ausstellungsfläche für das neue Museum werden. Damit entstehen insgesamt zehn neue Arbeitsplätze in der Kreisstadt.

Geschichte des Luftbilds erzählen


Das bayerische Landesluftbildarchiv ist die zentrale Sammelstelle und Schatzkammer für Bilder von oben. Mehr als eine Million Luftbilder aus rund sieben Jahrzehnten befinden sich im Landesluftbildarchiv. Darunter sind rund 64.000 Fotografien aus englischen und amerikanischen Aufklärungsflügen in den 1940er-Jahren. In dem Museum werden unter anderem die Geschichte und die gesellschaftliche Dimension des Luftbilds der Öffentlichkeit präsentiert. Die Eröffnung von Archiv und Museum ist vorrausichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018.

Acht IT-Labore in der Region geplant


Im neuen BayernLab soll mit einem bis zu 300 Mbit/s schnellen Internetanschluss die schnellste öffentliche Verbindung der Region entstehen. "Digitalisierung darf kein Privileg von Großstädten sein," so Söder. Nach dem Motto "Anschauen - Anfassen - Ausprobieren" können Schüler die digitale Welt erforschen und Kommunen und Bürger sich über die Möglichkeiten der Digitalisierung informieren. Das BayernLab soll ebenfalls 2018 eröffnet werden.

"Wir schaffen sichere Arbeitsplätze und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Wir bringen die Arbeit zu den Menschen, damit diese in ihrer Heimat wohnen und arbeiten können."

Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder anlässlich des Abschlusses des Mietvertrags durch die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY).

2015 begann die größte Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Über 50 Behörden und staatliche Einrichtungen mit 3.155 Personen werden aus Ballungszentren in ländliche Regionen Bayerns verlagert. Mittelfranken profitiert hierbei mit insgesamt 201 Arbeitsplätzen und 360 Studierenden. Der Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim erhält insgesamt 35 Beschäftigte.

Programmhinweis

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Mainfranken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur vollen und halben Stunde, Bayern 1

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