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Mukoviszidose-Zentrum in Erlangen Streit ums Geld sorgt für Unsicherheit

Junge Erwachsene, die an Mukoviszidose leiden, werden künftig nicht mehr in der Erlanger Kinderklinik versorgt. Die Kassen wollen für volljährige Patienten nicht mehr zahlen. Auf der Straße landen sie aber nicht, sagt die Uniklinik.

Stand: 22.11.2016

Universitätsklinikum Erlangen | Bild: picture-alliance/dpa

Betroffen sind rund 90 Menschen, die seit ihrer Geburt an dieser seltenen Erkrankung der Atemwege leiden. Bisher wurden sie Kinderklinik in Erlangen versorgt. Damit soll ab Ende des Jahres Schluss sein.

Die Krankenkassen wollen für volljährige Patienten die Kosten nicht mehr übernehmen. Geplant war, ein Mukoviszidose-Zentrum für alle Altersklassen zu errichten. Das steht nun auf der Kippe.

Verhandlungen mit den Kassen laufen

Das heiße aber nicht, dass die Uniklinik ihre aktuellen Patienten vor die Türe setzen werde, sagt Klinikdirektor Professor Heinrich Iro. Die jungen Erwachsenen werden dann in einer anderen Klinik in Erlangen behandelt – dabei bekommt die Uniklinik von den Kassen aber viel weniger Geld. Finanziell legt das Krankenhaus drauf, 400 Euro pro Patient und Quartal. Dieses Geld hätte die Klinik gerne von den Kassen wieder. Die Verhandlungen laufen.

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