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Nürnberg goes Iran Fränkische Firmen knüpfen Kontakte nach Teheran

Das Ende der Sanktionen gegen den Iran eröffnet fränkischen Firmen neue Chancen: Neben der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken hat auch die Nürnberg Messe Kontakte in das Land geknüpft.

Stand: 07.09.2016

Messe Nürnberg am Eingangsbereich "Mitte" und "West" | Bild: picture-alliance/dpa

Man wolle mit einer großen Messe in Teheran kooperieren, teilte das Unternehmen mit. In dieser Woche unterzeichnete Wolfgang Kranz, der Leiter International der NürnbergMesse, eine Absichtserklärung zur Beteiligung an der "Do-WinTech", einer Fenster- und Türenbaumesse, die jedes Jahr in Teheran stattfindet. Mit mehr als 90.000 Besuchern und rund 500 Ausstellern sei sie die führende Messe für diese Branche im Iran.

Gemeinschaftsstand für Unternehmen

Die NürnbergMesse bringt für ihr Engagement nach eigenen Angaben das erforderliche Fachwissen mit: In Nürnberg findet jedes Jahr die "Fensterbau Frontale" statt, die Weltleitmesse für Fenster, Türen und Fassaden. "Die junge Bevölkerung sehnt sich nach Modernisierung", so Krenz bei der Vertragsunterzeichnung. "Die Unternehmen tätigen Investitionen, die über Jahre zurückgehalten wurden". Im Januar 2017 will das Unternehmen erstmals auf der Fachmesse ausstellen. Firmen, die noch keine Geschäftsbeziehungen in den Iran haben, empfiehlt die Messe, sich an einem geplanten Gemeinschaftsstand zu beteiligen.

Reise mit Ilse Aigner

Auch die IHK Nürnberg für Mittelfranken hatte in dieser Woche von einer Zusammenarbeit mit der iranischen Wirtschaft berichtet. Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch hatte eine Kooperationsvereinbarung mit der Kammer für Handel, Industrie, Bergbau und Landwirtschaft in der iranischen Provinz Kerman unterzeichnet. Sowohl die IHK als auch die NürnbergMesse waren Teil der 50-köpfigen Delegation, die Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) kürzlich auf ihrer Reise in den Iran begleitete.

IHK: "hohes wirtschaftliches Potenzial"

Die Provinz Kerman liegt im Südosten des Iran, hat fast drei Millionen Einwohnern und verfügt über mehrere Sonderwirtschaftszonen, in denen es Erleichterungen für Investitionen und Unternehmensansiedlungen gibt. Wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die Landwirtschaft: Kerman ist der größte Dattelproduzent des Iran und der größte Pistazienproduzent weltweit. Wichtig seien aber auch der Textilsektor und der Kupfer- und Steinkohlebergbau, hieß es. Die IHK strebe bewusst eine Partnerschaft mit einer Region an, die derzeit noch nicht im Blick internationaler Investoren sei, aber hohes wirtschaftliches Potenzial verspreche. Bis zur Aufhebung der Sanktionen im Januar 2016 war der Iran mit seinen 80 Millionen Einwohnern jahrelang von der weltweiten Wirtschaft weitgehend abgeschottet. Hier gebe es viel Nachholbedarf, so Lötzsch.


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Herbert Mrosek, Donnerstag, 08.September, 06:18 Uhr

1. Fränkische Firmen knüpfen Kontakte nach Teheran

Schön und gut wenn ein Land wieder zugänglich ist - jedoch - und das sollten wir ALLE trotzdem nie vergessen - das der Iran immer noch wirkürlich Todesstrafen verhängt, auch für "Vergehen" die bei uns tägliches normales Lieben und Leben bedeuten - mit so eienm Land darf eigentlich kein Handel geführt werden. Schade das sich auch fränkische Unternehmen sich jetzt blutige Hände holen!!! :-( :-( :-(