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Madeleine Schickedanz gegen Sal. Oppenheim Gericht entscheidet Ende des Jahres

Kurz vor Weihnachten will das Landgericht Köln über die Schadenersatzklage der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz entscheiden. Schickedanz hat die Privatbank Sal. Oppenheim wegen angeblicher Falschberatung verklagt.

Stand: 22.09.2016

Madeleine Schickedanz | Bild: picture-alliance/dpa

Für den 20. Dezember hat das Gericht einen sogenannten Verkündungstermin angesetzt. An diesem Tag soll ein Urteil gesprochen werden. Grund für die Terminverschiebung sind dem Gericht zufolge der Umfang des Prozesses und die hohe Belastung der Kammer. Bis Ende August schien eine gütliche Einigung noch zum Greifen nah, doch eine vom Gericht gesetzte Frist verstrich ergebnislos.

Schickedanz hat schlechte Karten

Zuletzt hatte der Vorsitzende Richter der Quelle-Erbin wenig Hoffnung auf einen juristischen Sieg gemacht. Das Gericht sei nicht überzeugt, dass Schickedanz nicht selbst für die Verluste haften müsse, sagte er. Lediglich ein kleiner Teil von Schickedanz' Forderung könnte als berechtigt angesehen werden.

Gescheiterte Rettungsversuche

Schickedanz verlangt 1,9 Milliarden Euro Schadenersatz. Sie wirft Sal. Oppenheim und dem Troisdorfer Immobilienentwickler Josef Esch Falschberatung vor. Die Berater hätten sich nicht an ihre Anweisung gehalten und beinahe ihr gesamtes Vermögen verzockt, so Schickedanz. Sie hatte damals mehrere größere Aktienpakete des angeschlagenen Quelle-Mutterkonzerns Arcandor gekauft, um das Unternehmen zu stützen. Doch die Sanierung schlug fehl, stattdessen musste Arcandor im Juni 2009 Insolvenz anmelden. Damit war das Geld der Quelle-Erbin verloren.

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Wolfgang Huber, Freitag, 02.September, 12:22 Uhr

1. versiegte Quelle

Investitionen in Aktien sind doch eigentlich immer risikobehaftet? Ist das Aktien-Paket ein bisschen größer, ist auch der Gewinn- oder der Verlust ein bisschen größer. Nur nicht das Einkommen von Anwaltskanzleien und Beraterfirmen: Die schöpfen immer die Sahne ab.