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Leoni in Nürnberg Betrugsfall drückt Jahresprognose deutlich

Der Nürnberger Automobilzulieferer Leoni muss seine Jahresprognose für 2016 deutlich nach unten revidieren. Konkret schrumpft der voraussichtliche Gewinn vor Zinsen und Steuern um 40 Millionen Euro.

Von: Tanja Oppelt

Stand: 14.09.2016

Leoni in Nürnberg | Bild: Bayerischer Rundfunk

Grund für die Korrektur ist ein massiver Betrugsfall, bei dem Leoni vor einigen Wochen 40 Millionen Euro verloren hatte. Der Bordnetzhersteller war dabei der so genannten "Chef-Masche" aufgesessen. Unbekannte Täter hatte firmeninterne Dokumente gefälscht und die Identität von leitenden Angestellten angenommen. So konnten sie Mitarbeiter des Unternehmens dazu bringen, Gelder auf die zuvor unter falschem Namen eingerichteten Konten zu überweisen.

Gewinn sinkt, Umsatzprognose bleibt

Der Nürnberger Automobilzulieferer prüft Schadenersatz- und Versicherungsansprüche, rechnet aber nicht mit einer Klärung des Falls in diesem Jahr. Daher drückt die Schadenssumme in voller Höhe auf die Gewinnerwartung. Das operative Geschäft geht nach Auskunft des Unternehmens planmäßig weiter, die Umsatzprognose bleibt unverändert bei 4,4 Milliarden Euro.

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