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Ex-Freundin die Kehle durchgeschnitten 37-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Er hat seiner schlafenden Ex-Freundin die Kehle durchgeschnitten. Nun hat das Landgericht Nürnberg-Fürth den 37-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Stand: 21.10.2016

Prozess wegen Mord an Freundin in Nürnberg | Bild: News5

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im November vergangenen Jahres die 31-Jährige heimtückisch ermordet hat. Er habe es nicht verkraftet, dass sich die Frau von ihm trennen wollte. Die Verteidigung forderte einen Freispruch vom Mordvorwurf. Die Indizien gegen den Angeklagten reichen ihrer Meinung nach nicht aus. Außerdem hätte der Mann kein Motiv für den Mord gehabt, so der Rechtsanwalt.

Trotz Trennung gemeinsam gelebt

Zum Auftakt des Prozesses hatte der Angeklagte die Tat bestritten: "Ich war damals selbst geschockt". Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hätten der Mann und seine ehemalige Freundin trotz ihrer Trennung weiterhin in der gemeinsamen Wohnung in Nürnberg gelebt.

Raubmord vorgetäuscht

Die Leiche hatte fast 14 Tage unentdeckt in der Wohnung im Nürnberger Stadtteil Schweinau gelegen. Die Polizei wurde erst aktiv, als sich Arbeitskollegen Sorgen um die 31-Jährige machten. Als die Beamten die Leiche im Flur der Wohnung entdeckten, fanden sie auch eine geöffnete Geldkassette. Auf dem Boden lagen Münzen, was zunächst auf einen Raubmord hindeutete. Das Gericht ist sicher, dass der 37-Jährige die Situation arrangierte, um von sich abzulenken.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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