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Landgericht Nürnberg Betrügerische Buchhalterin zu langer Haft verurteilt

Weil sie jahrelang 1,7 Millionen Euro von dem Konto ihres Arbeitgebers abgezwackt hat, ist eine Buchhalterin vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Mit dem Geld wollte sie sich Anerkennung erkaufen.

Stand: 09.11.2016

Landgericht Nürnberg-Fürth Justizgebäude | Bild: pa/dpa

21 Jahre lang arbeitete die Frau für das Unternehmen. Während ihrer Zeit dort hat sie jahrelang Geld auf ihr eigenes Konto geschoben. Der Schaden laut Anklage: insgesamt 1,7 Millionen Euro bei rund 350 Fällen.

Das Gericht verurteilte die 62-Jährige wegen Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und zehn Monaten. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert. Bei der Urteilsverkündung wunderte sich der Richter noch, warum niemandem der Betrug aufgefallen war.

"Einem Firmenchef könnte schon auffallen, wenn die Buchhalterin mit Geld um sich wirft."

Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth

Geld größtenteils verschenkt

Die Angeklagte hatte beim Prozessauftakt Anfang Oktober gestanden. Sie sagte, dass sie das meiste Geld verschenkt hätte. Dadurch habe sie sich bei Freunden und Mitarbeitern Liebe und Anerkennung holen wollen, so die Angeklagte. Ein Großteil des Geldes – etwa 900.000 Euro – sind verschwunden. Ihr Mann habe einmal zu ihr gesagt, sie zum Freund zu haben, sei wie ein Sechser im Lotto. Die Frau hatte sich selbst angezeigt.

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