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Landgericht Ansbach Enkel soll Opa getötet haben – Angeklagter schweigt

Ein 23 Jahre alter Mann steht vor dem Landgericht Ansbach, weil er seinen Opa in Lichtenau umgebracht haben soll. Zum Prozessauftakt hat der Anklagte die Aussage verweigert. Nun sollen die Zeugen Klarheit bringen.

Stand: 04.07.2016

Schild der Staatsanwaltschaft am Landgericht Ansbach | Bild: picture-alliance/dpa

Die Tat soll sich laut Anklage im Herbst vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung der beiden ereignet haben, so die Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte habe seinen Großvater in der gemeinsamen Wohnung in Lichtenau so heftig gegen die Brust getreten und geschlagen, dass der 71-Jährige wenige Stunden später an seinen schweren Lungen-Verletzungen starb.

Möglicherweise hatte der Rentner seinen Enkel beleidigt und damit zu den Tritten provoziert. Dabei soll sich der Enkel nach der Tat dann nicht um seinen Großvater gekümmert, sondern ihn auf einem Sofa sich selbst überlassen haben

Verminderte Schuldfähigkeit nicht ausgeschlossen

Ob der Angeklagte dabei unter Alkohol stand, ließ sich laut Staatsanwaltschaft Ansbach im Nachhinein nicht mehr überprüfen. Aufgrund der Angaben des 23-Jährigen zu seinem Alkoholkonsum vor der Tat könne eine erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit bei ihm nicht ausgeschlossen werden. Der 23-Jährige sitzt seit Anfang Oktober 2015 in Untersuchungshaft.

Elf Zeugen, zwei Verhandlungstage

Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt, das Urteil soll am 12. Juli fallen. Zu der Verhandlung sind elf Zeugen sowie ein rechtsmedizinischer und ein psychiatrischer Sachverständiger geladen.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1

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