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Ab Herbst in Nürnberg Pläne für Landesamt für IT-Sicherheit vorgestellt

Im Herbst 2017 bekommt Bayern sein eigenes Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI). Die Pläne für die Behörde hat Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) heute vorgestellt.

Von: Henry Lai

Stand: 14.07.2017

Vorstellung des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik in Nürnberg | Bild: BR-Studio Franken/Katja Ortlauf

Eine solche Landesbehörde ist unter den Bundesländern einzigartig, bisher hatte es nur das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gegeben. Ziel des LSI ist, die IT-Infrastruktur, wie etwa das bayerische Behördennetz, sicherer zu machen. Dazu sollen bis zum Jahr 2020 bis zu 200 IT-Spezialisten im LSI arbeiten.

"Damit kann vorausschauend und effizient auf die immer neuen Cyberangriffe und Kriminalität im Internet reagiert werden. Gleichzeitig wird das neue Landesamt Kommunen und Bürger aktiv beraten und unterstützen."

Markus Söder (CSU), Bayerns Finanz- und Heimatminister

Gefahrenabwehr und Bürger-Information

Kernaufgabe des Landesamtes wird sein, staatliche IT-Systeme vor Gefahren aus dem Internet zu schützen. Eine Einheit, die diese Aufgaben bereits übernimmt, ist das BayernCERT. Dieses Know-How im Umgang mit Hacker-Abwehr wird nun im LSI integriert. Gleichzeitig will das LSI Bürger, Kommunen und Behörden in Sachen IT-Sicherheit informieren. Außerdem soll die Behörde bestehende Sicherheitsmaßnahmen weiterentwickeln und neue Bedrohungen analysieren.

Sicheres Gebäude

In diesem Gebäude soll das LSI entstehen.

Wert legen die Verantwortlichen beim Aufbau des LSI auch beim Thema Gebäudesicherheit. So soll es verschiedene Sicherheitsbereiche geben, die mit Schranken geschützt sind. Im am besten abgeschlossenen Trakt befindet sich ein Hochsicherheitslabor. "Wir versuchen stets den Hackern einen Schritt voraus zu sein – unser IT-Labor ist dabei ein wesentlicher Schlüssel", sagte Söder.


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