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Illegaler Transport Nürnberger Tierheim muss Welpen zurückgeben

Der Nürnberger Tierschutzverein hat drei der vergangene Woche geretteten Hunde-Welpen an den ungarischen Händler zurückgegeben müssen. Er hatte Anspruch auf die Tiere, weil sein Transport nur eine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Von: Judith Dauwalter

Stand: 27.09.2016

Außerdem konnte der Händler den ordnungsgemäßen Besitz der Hunde nachweisen, so das Tierheim. "Wir haben alles versucht, es den Händlern so schwer wie möglich zu machen. Leider hat das Gesetz uns die Hände gebunden", heißt es am Montag (26.09.16) in einer Mitteilung des Tierschutzvereins. Die geretteten Dackelwelpen und eine französische Bulldogge bleiben allerdings in Nürnberg. Bei ihnen sei die rechtliche Situation noch ungeklärt, erklärten die Tierschützer.

Denn der Händler hatte Welpen von drei verschiedenen Besitzern an Bord, wie das Nürnberger Tierheim auf Anfrage des BR erklärte. Den Bulldoggen-Welpen konnten die Tierschützer behalten, da dieser mit sechs Wochen noch zu jung war, um ohne Mutter transportiert zu werden, so das Tierheim.

Zu kleine Boxen

Der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn hatte die Polizei vor einer Woche auf einen Transporter aufmerksam, der in der Nacht auf Dienstag (20.09.16) vor dem Nürnberger Hauptbahnhof parkte. Die Polizisten kontrollierten den Wagen mit ungarischer Zulassung. Sie fanden im Kofferraum sieben Hundewelpen, die nicht artgerecht in kleinen Tierboxen untergebracht waren. Sie sollten von Ungarn aus zu Kunden nach England gebracht werden. Diese hatten die Tiere übers Internet bestellt hatten.

Sechster illegaler Transport

Der 31-jährige Fahrer hatte keine Papiere für den Transport. Außerdem hatte er gegen Zahlung fünf Personen mitgenommen. Die Hunde wurden zunächst ins Nürnberger Tierheim gebracht. Der Tierschutzverein sieht den Transport in einer Reihe mit den illegalen Transporten der vergangenen Monate, wie er gegenüber dem BR erklärte. Er ist damit der mittelweile sechste in diesem Jahr. Einzig, dass es sich diesmal bei sechs von sieben Hunden "nur" um eine Ordnungswidrigkeit handle, sei der Unterschied.


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Rosi Murrweiss, Mittwoch, 28.September, 07:52 Uhr

4. Illegaler Welpentransport

Noch gar nie wurden in der Vergangenheit Welpen wieder an diese Vermehrer heraus gegeben, geschweige denn durften weiterfahren. Seitdem die alte Tierheimleitung nicht mehr vor Ort ist, scheint sich einiges im Grundgedanken geändert zu haben. Wir befinden uns hier im Seuchenbestimmungsgesetz - Die Einfuhr von Welpen unter 16 Wochen ist verboten, zudem waren die Hunde wie üblich krank. Die Behörden sollten sich schämen, hiermit gibt es einen Freibrief für weitere Transporte.
Im vergangenen Jahr wollte die Umweltministerin schon die über 200 Tiere zurück bringen lassen. Dies ist gescheitert, nachdem es bekannt wurde. Haben hier wieder die selben Leute ihre Finger im Spiel ?

Nach England ? Ein Land, das voll mit Vermehrern ist ? Wem will die Behörde denn dies erzählen ? Gefakte Papiere ? Wieder einmal fällt die Behörde den Tierschützern in den Rücken. Warum kämpfen wir gegen den illegalen Welpenhandel ?

Hauptsache das Frühstück schmeckt den Damen und Herren noch.

vielfahrer, Dienstag, 27.September, 14:00 Uhr

3. Welpentransport

Wenn der Bulldogge Welpe zu früh von der Mutter wegkam und die anderen 3 Welpen unsachgerecht
in zu kleinen Boxen gepfercht waren liegt doch keine Ordnungswidrigkeit mehr
vor, sondern vielmehr ein
Verstoss gegen das Tierschutzgesetz in Deutschland.
Dass man dem feinen Herrn in Ungarn trotzdem nun evtl.die Tiere wieder überlassen muss, versteht
doch kein Mensch.

thorie, Montag, 26.September, 22:55 Uhr

2. versteh einer die tierheime

bericht v. 1.8.16:
Währenddessen kritisiert der Deutsche Tierschutzbund Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Die Tierheime würden speziell durch die vielen illegalen Welpentransporte finanziell immens belastet und bekämen vom Freistaat dafür zu wenig Unterstützung, heißt es in einer Pressemitteilung. Seehofer müsse das Thema Welpenhandel zur Chefsache machen, so der Deutsche Tierschutzbund.

reicht das geld also doch? oder warum kämpften die so um den verbleib?

  • Antwort von Isabell, Dienstag, 27.September, 14:05 Uhr

    Die brauchen doch immer was, um als Helden dazustehen. Ja, sie tun wertvolle Arbeit, glücklicherweise haben wir in Deutschland kein Straßentierproblem. Trotzdem hasse ich es, wenn sie erst sämtliche räudigen Köter aus ganz Europa auflesen, und dann beim Freistaat die Hand aufhalten - DAS ist deren Privatvergnügen. Bei uns werden auch genug Tiere abgegeben/ausgesetzt.

    Die Viecherl aus dem im Artikel genannten Transport sollte man samt einer saftigen Rechnung für Unterbringung und Transport nach England zu ihren Käufer bringen. Wenn sich rumspricht, dass das Ärger gibt, hören die Leute vielleicht auf, über Ebay Rassetiere zu kaufen. Die Händler ... pfft, was interessieren die Strafen, die kommen trotzdem klar. Bei den Käufern muss man da ansetzen, dass man sich Tiere - lebende Wesen - nicht wie ein Handy oder ähnliches einfach auf ebay bestellt.

erich hammerl, Montag, 26.September, 20:15 Uhr

1. hundeschmuggel

Auto, Bargeld und Tiere beschlagnahmen. Nur so kann man den illegalen Herr werden.