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IAB-Studie Zeitarbeit kann Sprungbrett für Arbeitslose sein

Die Beschäftigung in der Zeitarbeit kann für Arbeitslose ein Sprungbrett in andere Arbeitsfelder sein. Besonders bei Ausländern hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) diesen Effekt beobachtet.

Von: Judith Dauwalter

Stand: 13.09.2016

Stellenanzeigen im Fenster einer Zeitarbeitsfirma | Bild: picture-alliance/dpa/Oliver Berg

In einer Studie verglichen die Wissenschaftler Arbeitslose, die über die Zeitarbeit eine Tätigkeit gefunden haben und Arbeitslose ohne Beschäftigung in der Branche. Für deutsche Arbeitslose steigt demnach die Wahrscheinlichkeit, nach der Zeitarbeit eine andere Tätigkeit zu finden, um 15 Prozent. Bei arbeitslosen Ausländern steigt die Chance um 17 Prozent, bei türkischen Arbeitssuchenden sogar um 18 Prozent.

Zahl der Zeitarbeiter verdoppelt

Diese positive Entwicklung gilt jedoch nicht für Arbeitslose aus dem Westbalkan. Als Gründe vermuten die IAB-Forscher, dass viele Personen aus dieser Gruppe einen ungeklärten Aufenthaltsstatus hätten oder in die Heimat zurückgekehrt seien. Außerdem hätten viele gar nicht nach einer anderen Beschäftigung gesucht, weil sie bald zurückgehen wollten.

Im vergangenen Jahr gab es fast eine Million Zeitarbeiter in Deutschland. Das entspricht 2,7 Prozent aller Beschäftigten, doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Jeder vierte Beschäftigte in der Zeitarbeit ist Ausländer. Fast drei Viertel aller Zeitarbeiter waren laut IAB-Angaben vorher nicht beschäftigt und meist arbeitslos.

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