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Humanistentreffen Nürnberg "Kirchentag" für Ungläubige

Beim Deutschen Humanistentag 2017 in Nürnberg sind bis zum Wochenende mehrere Hundert Teilnehmer zusammengekommen. Philosophische Reden, Diskussionsrunden und Kultur standen auf dem Programm.

Stand: 19.06.2017

Kabarettist Frank Lüdecke mit erhobenen Händen | Bild: Thomas Grünholz

Eine Art Kirchentag wollte der Humanistentag sein, allerdings für Menschen, die sich gerade nicht als religiös bezeichnen. Und das sind nach Angaben des Humanistenverbandes immerhin rund ein Drittel der Bevölkerung.

Diskussionsrunden und Musik

40 Veranstaltungen standen bis zum Sonntag (18.06.17) in Nürnberg rund um die Meistersingerhalle auf dem Programm. Dabei gab es philosophische Reden, Diskussionsrunden sowie Film und Musik. Inhaltlich ging es um ethische Fragen wie Sterbebegleitung, Verschwörungstheorien oder die Suche nach dem Glück.

Prominente Redner zu Gast

Zu Gast waren prominente Redner wie die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Comiczeichner Ralf König und der ehemalige Bundesrichter in Karlsruhe, Thomas Fischer. Obwohl sich die Veranstaltung explizit an Atheisten richtete, waren auch religiöse Menschen willkommen.

"Unsere Veranstaltung richtet sich grundsätzlich an alle, die es interessiert. Wir als Humanisten diskutierten aus einer bestimmten Perspektive. Aber das heißt nicht, dass unsere Gäste alle unserer Meinung sind. Eine spannende Diskussion entsteht ja erst dann, wenn man unterschiedlicher Meinung ist."

Michael Bauer, Organisator Humanistentag Nürnberg

Welche Werte in der Schule vermittelt werden sollen, diskutierten die Humanisten zum Beispiel mit dem Lehrbeauftragten für islamische Religionspädagogik an der Uni Münster, Mouchanad Khorchide. Kabarettist Frank Lüdecke und Julian Nida-Rümelin eröffneten den Humanistentag am Donnerstagabend (15.6.17) im Rahmen einer Gala in der Meistersingerhalle.


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